1Password: Ein kurzer Erfahrungsbericht und warum er mir zu umfangreich ist 1Password: Ein kurzer Erfahrungsbericht und warum er mir zu umfangreich ist
Gestern habe ich dir gesagt, warum ich es für sinnvoll halte, einen Passwort-Manager zu nutzen. In der vergangenen Nacht habe ich mir alle 3... 1Password: Ein kurzer Erfahrungsbericht und warum er mir zu umfangreich ist

Gestern habe ich dir gesagt, warum ich es für sinnvoll halte, einen Passwort-Manager zu nutzen. In der vergangenen Nacht habe ich mir alle 3 gezeigten Manager genauer angeschaut und möchte heute etwas zum Marktführer im Bereich der Passwörter sagen und warum ich mich dagegen entschieden habe. 

Rufen wir also nochmal kurz in den Kopf, warum es wichtig ist einen Passwort-Manager zu benutzen: Ein wichtiges Passwort ist wichtig, eines für jeden einzelnen Dienst und kein Passwort doppelt benutzen. Bei über 100 Diensten und angemeldeten Accounts kommt da eine Menge zusammen. Kannst du dir das alles merken? Sicherlich nicht und genau dafür braucht man einen Passwort Manager.

Was kann 1Password?

Der Passwort Manager macht genau das was er eigentlich soll. Er generiert für jeden Dienst den man ansurft und sich einloggt, ein sicheres Passwort. Die Länge, die Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen kann man frei wählen. Man bekommt auch eine schicke Übersicht an eingegebenen Passwörtern und Dienste an und kann diese auch suchen.

1Password zeigt außerdem an, welche Passwörter doppelt oder sogar mehrfach vorkommen. So kann man gezielt die Dienste ändern, die das gleiche unsichere Passwort haben. Ebenso zeigt man an, welche Dienste ein unsicheres Passwort benutzen. Auch kann er „sichere Notizen“, Kredikartendetails sowie Identitäten verwalten.

Cloud sei Dank, werden die Passwörter auf allen angemeldeten Geräten synchronisiert und sind so immer auf dem neusten Stand. Damit kann ich auch zum iPhone greifen und mir ein Passwort von unterwegs ziehen, was beim Google Chrome immer etwas blöd ist.

Wie bekomme ich die Passwörter von Google Chrome in 1Password?

Das geht eigentlich recht simpel! Du gehst erstmal in deinem Google Chrome Browser unter folgendes Adresse chrome://flags/#password-import-export und aktivierst erst die Import/Export Funktion von Google Chrome. Sonst kann man zwar jedes einzelne Passwort auslesen, aber nicht alle in einem Schwung. Nun aktiviere diese Funktion und starte den Browser neu. Nun öffnest du den Chrome wieder und gehst diesmal unter chrome://settings/passwords und gehst dann auf exportieren. Diese Funktion hast du eben freigeschalten.

Beachte, dass du so alle Passwörter im Klartext herunterlädt und diese Datei sicher aufbewahrt werden muss. Importiere diese bei 1Password und lösche diese Datei wieder umgehend.

Was kostet 1Password?

Ich habe gestern schon gesagt, 1Password ist nicht kostenlos. Die Funktionen kosten Geld, um genau zu sein gehts ab 2,99 Dollar im Monat für einen Einzelbenutzer los. Wer bis zu 5 Leute eindecken möchte, zahlt 4,99 Dollar im Monat – abgerechnet wird in beiden Fällen pro Jahr. Hier sind dann alle Apps für Mac, Windows, iOS, Android und für die Weboberfläche dabei.

Etwas blöd finde ich, dass die App unter Windows ganz anders aussieht, als ich sie unter MacOS auf meinem Macbook kennenlernte. Hier man man deutlich, dass das Augenmerk der Entwickler die das Appleprodukt liegt, weil es einfach schicker aussieht. Vergleiche doch mal bitte obigen Screenshot mit den ganz oben im Artikel – es sieht schon anders aus.

Warum habe ich mich gegen 1Password entschieden?

1Password ist extrem vielseitig und wird gerade auf OSX sehr gut ins System eingebunden. Auch die Synchronisation ist schon perfekt auf allen Geräten. Allerdings finde ich es ist einfach viel Tamtam außen rum. Klar, die Bedienung ist einfach, die Oberfläche ist sehr schick und auch vom Umfang her ist man nicht ohne Grund Marktführer. Er ist halt einfach der Passwortmanager für alles, nicht nur die Passwörter sondern auch ein sicherer Cloudspeicher, Kreditkartendetails etc. Viel zu viel, wenn du mich fragst.

Was mich dann aber letztlich doch abgeschreckt hat waren die vergleichweise hohen Kosten. Bitte verstehe mich nicht falsch, ich gebe für ein gutes Tool gerne Geld aus. Ich bezahle auch gerne für Spotify, Photoshop, Office 365 und weitere Programme. Allerdings muss ich hier bei 1Password sagen: Er ist einfach zu mächtig, zumindest für meinem Zweck etwas überdimensioniert.

Ich benötige sicherer Passwörter nur für meine Online-Dienste, da ich zu 90% aller Sachen mittlerweile über die Webdienste der einzelnen Dienste erledige und dafür reicht mir als Privatanwender durchaus die kostenlose Alternative LastPass, welche ich dir in Kürze vorstellen werde und gut und gerne empfohlen wird.