Die Drohnen-Verordnung: Das musst du wissen und beachten Die Drohnen-Verordnung: Das musst du wissen und beachten
Die wohl interessanteste Nachricht – die „Drohnen-Verordnung“ – am heutigen Tage kommt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur. Die neue Drohnen-Verordnung oder auch... Die Drohnen-Verordnung: Das musst du wissen und beachten

Die wohl interessanteste Nachricht – die „Drohnen-Verordnung“ – am heutigen Tage kommt vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur.

Die neue Drohnen-Verordnung oder auch „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“ möchte den Luftraum durch Drohen sicherer und strukturierter machen. Der Grund liegt auf der Hand: Weil immer mehr Drohnen den Weg in den Himmel finden, könnte schon bald der Luftraum recht voll und unübersichtlich sein. Dafür sollen sogar manche Drohnen eine Kennzeichnungspflicht durch eine Art Kennzeichen erfüllen, damit sie in Kürze fliegen dürfen.

Drohnenflieger müssen sich schon bald folgende Regelungen halten, damit man keinen Ärger bekommt:

Die wesentlichen Regelungen des Entwurfs der Drohnen-Verordnung:

Kennzeichnungspflicht: Alle Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme mit einem Gewicht von mehr als 0,25 kg müssen künftig gekennzeichnet sein. Die Kennzeichnung erfolge mittels Plakette mit Namen und Adresse des Eigentümers. So kann man im Schadensfall gleich den Inhaber der Drohne ausmachen.

Kenntnisnachweis: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen ab 2 kg ist künftig ein Kenntnisnachweis erforderlich. Der Nachweis erfolgt durch: a) gültige Pilotenlizenz, b) Bescheinigung nach Prüfung durch eine vom Luftfahrt-Bundesamt anerkannte Stelle (Mindestalter: 16 Jahre), c) Bescheinigung nach Einweisung durch einen Luftsportverein (gilt nur für Flugmodelle), Mindestalter 14 Jahre. Die Bescheinigungen sind auf 5 Jahre ausgelegt und müssen danach erneut ausgestellt werden.

Erlaubnisfreiheit: Für den Betrieb von Flugmodellen und unbemannten Luftfahrtsystemen mit einem Gewicht von bis zu 5 kg benötigt man keine Erlaubnis. Behörden oder Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Feuerwehren, THW, DRK etc., benötigen generell keine Erlaubnis.

Erlaubnispflicht: Möchte man Flugmodelle und unbemannten Luftfahrtsysteme über 5 kg bei Tageslicht oder seine Drohne auch bei Nachtflügen einsetzen, ist generell eine Erlaubnis erforderlich. Diese wird von den Landesluftfahrtbehörden erteilt.

Betriebsverbot: Ein Betriebsverbot gilt künftig für Flugmodelle und unbemannte Luftfahrtsysteme außerhalb der Sichtweite für Fluggeräte unter 5 kg. Gerade in und über sensiblen Bereichen, wie z.B. Einsatzorten von Polizei und Rettungskräften, Menschenansammlungen, Anlagen und Einrichtungen wie Justizvollzugsanstalten oder Industrieanlagen, oberste und obere Bundes- oder Landesbehörden, Naturschutzgebieten; über bestimmten Verkehrswegen; in Kontrollzonen von Flugplätzen (auch An- und Abflugbereiche von Flughäfen), in Flughöhen über 100 Metern über Grund (dieses Verbot gilt nicht auf Modellfluggeländen), über Wohngrundstücken, wenn die Startmasse des Geräts mehr als 0,25 kg beträgt oder das Gerät oder seine Ausrüstung in der Lage sind, optische, akustische oder Funksignale zu empfangen, zu übertragen oder aufzuzeichnen.

Ausnahme: Der durch den Betrieb über dem jeweiligen Wohngrundstück in seinen Rechten Betroffene stimme dem Überflug ausdrücklich zu; über 25 kg (gilt nur für „Unbemannte Luftfahrtsysteme“). Die zuständige Behörde könne Ausnahmen von den Verboten zulassen, wenn der Betrieb keine Gefahr für die Sicherheit des Luftverkehrs oder die öffentliche Sicherheit oder Ordnung, insbesondere eine Verletzung der Vorschriften über den Datenschutz und über den Naturschutz darstelle und der Schutz vor Fluglärm angemessen berücksichtigt sei. Insbesondere bei einem geplanten Betrieb außerhalb der Sichtweite lasse sich die Genehmigungsbehörde eine objektive Sicherheitsbewertung vorlegen.

Ausweichpflicht: Unbemannte Luftfahrtsysteme und Flugmodelle sind dazu verpflichtet, bemannten Luftfahrzeugen und unbemannten Freiballonen auszuweichen.

Einsatz von Videobrillen: Flüge mithilfe einer Videobrille per First Person View (FPV) seien erlaubt, diese bis zu einer Arbeitshöhe von bis zu 30 Meter stattfinden und das Gerät nicht schwerer als 0,25 kg ist oder eine andere Person es ständig in Sichtweite beobachte und in der Lage sei, den „Flieger“ auf nahende Gefahren aufmerksam zu machen.

Auf der einen Seite finde ich es gut, dass man hier den Drohen-Verkehr wie auch in Strassenverkehr deutlich regelt. Allerdings lassen sich Drohnenflüge sicherlich nicht so einfach überwachen, wie man sich das vorstellt.

Was sagst du dazu, dass du schon bald einen Drohnenführerschein machen musst und viele Regelungen einhalten musst, damit du deine Drohne fliegen kannst? 

Quelle. BMVI via Juris

  • daniel-hoffmann

    29. Januar 2017 #1 Author

    Überflüssige Bürokratisierung und Einschränkung eines an sich eher harmlosen Hobbys, ohne dass dadurch mehr Sicherheit gewonnen würde.

    Die bisherigen Regelungen genügen vollauf und müssten nur mal konsequent um- und durchgesetzt werden. Im Ergebnis werden vor allem diejenigen, die sicher und rechtmäßig fliegen (wollen), eingeschränkt, während man diejenigen, die sowieso auf jegliche Regeln pfeifen, nach wie vor nicht erwischt, da ja das eigentliche Problem (mangelnde Um- und Durchsetzung) nicht gelöst wurde.

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