WIFIonICE: Warum es deutlich besser und schneller als die Telekom Hotspots ist (Erfahrungsbericht) WIFIonICE: Warum es deutlich besser und schneller als die Telekom Hotspots ist (Erfahrungsbericht)
Die Bahn testet WIFIonICE, das kostenlose WLAN für die 1. & 2. Klasse. Wie schlägt sich das neue Multi-Provider-System gegen die Telekom Hotspots im... WIFIonICE: Warum es deutlich besser und schneller als die Telekom Hotspots ist (Erfahrungsbericht)

Die Bahn testet WIFIonICE, das kostenlose WLAN für die 1. & 2. Klasse. Wie schlägt sich das neue Multi-Provider-System gegen die Telekom Hotspots im Praxistest?

Übers Wochenende habe ich etwas Urlaub auf der anderen Seite Deutschlands gemacht und bin mit meiner Freundin von Freiburg nach Hamburg gefahren – mit dem Zug. Außer Strom für die technischen Geräte gibt es hier bekanntlich auch WLAN, derzeit noch in zwei Varianten: der alte Telekom-Hotspot und das neue kostenlose Multi-Provider-System „WIFIonICE“ in den bereits umgebauten Zügen.

Auf der Hinfahrt nach Hamburg kamen wir in den Genuss des neuen WLAN-Technologie, die Erfahrung möchte ich gerne mit dir teilen. Auf der Rückreise mussten wir leider das Telekom Hotspot System nutzen.

Momentan unterscheidet die Bahn folgende Züge:

  • ICE mit alter WLAN-Technik (Telekom-HotSpot) mit kostenfreiem WLAN in der 1. Klasse und kostenpflichtigem WLAN in der 2. Klasse
  • ICE im Umbau ohne WLAN-Zugang (derzeit 9 Stück)
  • ICE mit dem WLAN WIFIonICE im Probebetrieb mit neuem und kostenfreiem WLAN in der 1. und 2. Klasse

Im Zug angekommen, erfährt der Kunde erstmal nicht, dass sein Zug bereits mit der neuen Technik ausgestattet ist. Es prangert kein Logo auf Türe, auch kein Telekom-Logo mehr. Sobald man dann seinen Platz eingenommen hat, findet man das „WIFIonICE“-Wlan und kann sich direkt einloggen. Ganz ohne Zugangsdaten. Hier öffnet sich dann ein Fenster, bei dem man sich nur noch verbinden muss.

Das WIFIonICE ist eine neue Möglichkeit der Bahn, ein kostenloses WLAN für Reisende auf die Beine zustellen, bei der eine neue Technologie zum Einsatz kommt. Bislang wurde nur das Mobilfunknetz von der Telekom benutzt, welches mit der Hotspots bei knapp 600 Reisenden besonders in ländlichen Regionen dauerhaft überlastet war. Auch bestand hier in der Mehrheit der Züge nur eine GSM-Verbindung, manchmal war sogar zeitweise kein surfen möglich. Telefonieren war in den Zügen wegen schlechten Empfang eh kaum möglich.

Nun setzt man auf ein „Multi-Provider-System“, bei dem alle drei großen Provider angesprochen werden können. Der Zug bucht sich immer in das Netz ein, welches die beste Qualität und Stärke hat. So bekommen die Reisenden immer die beste Internetverbindung, egal welcher Anbieter gerade die Leistung im Hintergrund erbringt.

Unterschied von WIFIonICE zu Telekom Hotspot:

  • Kostenlos in der 1. Klasse und 2. Klasse
  • Man benötigt keine Zugangsdaten und keinen kostenpflichtigen Telekom Hotspot Tarif.
  • Der Zug bucht sich immer in das beste verfügbare Netz ein, der Kunde hat damit immer die schnellstmögliche Surfgeschwindigkeit – Telekom, Vodafone und o2
  • Momentan noch im Testbetrieb, weitere Vorgehensweise und Kosten derzeit noch unbekannt.
  • Sicherheit des Netzes derzeit noch anfällig, Bahn soll bereits nachgeholfen haben (bei CCC nachlesen)

Knapp 87 Prozent der Schienenwege verfügen über eine gute Netzabdeckung über mindestens einen Provider. Immer mal wieder habe ich auf der knapp 6 Stündigen Fahrt – von FR nach HH – das neue WIFIonICE in einem der neuen umgebauten Züge auf Geschwindigkeit und Netzabdeckung getestet. Ich war erstaunt, wie gut es ist und wie dauerhaft stabil die Verbindung zum Internet ist.

Meistens bewegten wir uns zwischen 2,5 Mbits und 4 Mbits im Download und 1-2 Mbits im Upload. Zum Surfen und Mails schreiben, geht das vollkommen in Ordnung. Manchmal gab es in Tunneln ein paar Sekunden Wartezeit, was aber durchaus verständlich ist.

Bei 250 kmh ist es schon eine logistische Meisterleistung einige hundert Reisende für wenige Sekunden in eine neue Funkzelle einzubinden und die erforderlichen Kapazitäten bereitzustellen. Die Schwankungen bei der Geschwindigkeit liegen daran, dass noch nicht überall eine gleichmäßige Verbindung gewährleistet ist. Realisiert wird das ganze im übrigen über den schwedischen Anbieter Icomera AB.

Ich bin sehr vom neuen System WiFionICE begeistert, die Verbindung ist stabil, schnell und reicht zum normalen Surfen vollkommen aus.- Dennis V.

Derzeit ist noch unklar, welche Kosten auf die Reisende zu kommen, wenn der Testbetrieb vorüber ist. Es heißt jedoch „“Wir bitten Sie um ‚fair use‘ der zur Verfügung gestellten Internetverbindung.“ Möchte man hier an einem Zeitlimit oder Datenvolumenlimit festhalten? Ich würde jedoch eine konstante Geschwindigkeit ohne Beschränkung bevorzugen. Also pro Nase und Gerät 1-2 Mbits down sowie up, ohne Beschränkung nach Zeit oder Datenvolumen. So kann man E-Mails schreiben, im Internet surfen und nebenbei die Zeit vertreiben.

Kosten nach Testbetrieb unklar – offenes Ende des Testbetriebes

Die ersten Gerüchte gehen aber in die Richtung, dass man ein gewisses Datenvolumen (100-200 MB pro Stunde) zur Verfügung stellt, dieses soll man angeblich durch eine kostenlose Registrierung verdreifacht werden. Offizielle Angaben gibt es aber nicht. Der Ausbau der ICE Flotte mit dem Multi-Provider-System WIFIonICE hat erst vor wenigen Wochen begonnen und soll Ende 2017 fertig gestellt sein.

Einen lustigen Fact noch zum Schluss: Bereits 2017 möchte die Bahn kostenloses WLAN mit dem gleichen System WIFIonICE auch in Regionalbahnen einsetzen. Ich freue mich schon.

Wie findest du das neue kostenlose WLAN in der Bahn WIFIonICE?

  • Harry Amend

    12. Dezember 2016 #1 Author

    Das ganze scheint aber nur im Versuchsstadium funktioniert haben, wo es wenig Leute testen konnten. Im Regelbetrieb ist es genauso so ein Müll wie der Telekom Hotspot. Ständige Ausfälle und nicht Erreichbarkeit des Routers sind leider die Regel satt die Ausname. Die Bahn und WLAN, zwei Dinge die wohl nie funktionieren werden.

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