Deutsche Bahn: 200 MB für jeden in der 2. Klasse, danach „schnelle“ Drosselung Deutsche Bahn: 200 MB für jeden in der 2. Klasse, danach „schnelle“ Drosselung
Erst letztens habe ich zum neuen tollen WIFIonICE geäußert, nun hat die Deutsche Bahn bekannt gegeben, wieviel Daten ein Nutzer in der zweiten Klasse... Deutsche Bahn: 200 MB für jeden in der 2. Klasse, danach „schnelle“ Drosselung

Erst letztens habe ich zum neuen tollen WIFIonICE geäußert, nun hat die Deutsche Bahn bekannt gegeben, wieviel Daten ein Nutzer in der zweiten Klasse kostenfrei verbrauchen darf.

In diesem Artikel habe ich das neue WIFIonICE so hoch gelobt, dass mit dem heutigen Tag der tiefe Fall kommt. Während dauerhaftes, schnelles und kostenlosen Internet für die Bahnfahrenden nicht rentabel sein kann, muss man eine Grenze ziehen. Nun wurden bekannt, wie hoch die Grenze ist:

200 MB sollten in Zukunft pro Kunde in der 2. Klasse für 24 Stunden pro Gerät zur Verfügung stehen, so Birgit Bohle, Vorstandssitzende DB Fernverkehr. In der 1. Klasse wird es keine Beschränkung oder Drosselung geben. Sollte es aber Nutzer geben, die ein sehr hohes Datenvolumen verbrauchen, soll es auch hier Begrenzungen geben.

„Mit 200 Megabyte können wir über 80 Prozent der Bedürfnisse der Fahrgäste der 2. Klasse auch befriedigen. Wir müssen aber abschneiden, denn acht Prozent der Kunden verursachen mehr als 50 Prozent des Datenverkehrs“

bahn-wlan

Nach dem „Verbrauch“ oder versurfens des kostenlosen Datenvolumen können Kunden das Internet im Zug weiterhin nutzen, jedoch gedrosselt. Die Geschwindigkeit während der Drosselung soll jedoch ein vielfaches über dem gedrosselten Wert des Konkurrenten Lufthansa von 128 KBit/s liegen. Wie schnell es dann sein wird, gab man nicht bekannt. Eine Art SpeedOn, also das kostenpflichtige Zubuchen von weiterem Datenvolumen soll es erstmal nicht geben.

6 Millionen Test-Fahrgäste verbrauchten im Schnitt 200 MB pro Strecke

Seit September wurden schon 6 Millionen Fahrgäste „mit der derzeit modernsten WLAN-Technik der schwedischen Firma Icomera“ (Multiprovider-Technik) durch die Gegend gefahren, welche knapp 200 Millionen Nutzungsminuten „konsumiert“ haben. Hier sollen die 200 MB pro Kunden für 24 Stunden ausgereicht haben. Etwa 90 Prozent aller ICE-Züge sind derzeit mit der neuen Technik ausgerüstet und verkehren quer durch die Republik. Der ganze Spaß soll in den kommenden 3 Jahren etwa 120 Millionen Euro kosten.

Was machen jetzt aber Kunden, die wie ich von Freiburg nach Hamburg fahren und damit fast 6 Stunden im Zug unterwegs sind? Hier geht der Plan mit den 200 MB ganz sicher nicht auf. Da hilft es auch nichts, wenn ich die Zeit mit Maxdome vertreiben kann. Hier stehen in den Zügen knapp 50 Filme von Maxdome bereit, die auf eine Zug-Datenbank gestreamt und damit komplett unabhängig vom Netzempfang angesehen werden können.

Ich finde, man sollte das Datenvolumen auf die Strecke umlegen: Kurzstrecke mit wenig Datenvolumen und Langstrecke mit viel Datenvolumen. So wäre es wenigstens fair!
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