Number26: Kostenpflichtige Konten sowie neue Fair-Use-Policy Number26: Kostenpflichtige Konten sowie neue Fair-Use-Policy
Der Girokonto-Anbieter Number26 bietet in Kürze ein kostenpflichtiges Konto an, das kostenlose Konto kann nur noch mit besonderen Bedingungen weiter geführt werden. Bei Number26... Number26: Kostenpflichtige Konten sowie neue Fair-Use-Policy

Der Girokonto-Anbieter Number26 bietet in Kürze ein kostenpflichtiges Konto an, das kostenlose Konto kann nur noch mit besonderen Bedingungen weiter geführt werden.

Bei Number26 wurde wohl der Rotstift angesetzt, anders lässt sich die Aktion von vor wenigen Wochen mit den tausenden Kündigungen nicht erklären. Nun geht das Unternehmen sogar einen Schritt weiter und führt nicht nur kostenpflichtige Konten ein, sondern auch noch eine sogenannte Fair-Use-Policy – wie eine alteingesessene Bank. So möchte man verhindern, dass Konten nur zum Spaß eröffnet und zum „Barauszahlen“ genutzt werden.

Nach derzeit noch inoffiziellen Informationen wird man ab 11. Juli jede Kunden durch die Schufa jagen und seine Bonität prüfen. Wenn diese in Ordnung ist, dann darf der Kunden sein kostenloses Girokonto bei Number26 behalten. Sollte diese aber nicht den Erwartungen entsprechen (keiner kann genau sagen, was dort genau abgefragt wird) wird ein kostenpflichtiges Konto angeboten.

So kann es beispielsweise heißen:

„Leider erfüllt deine Bonität nicht die Anforderungen für ein kostenloses Girokonto“

Banken können nur mit den Kunden Geld verdienen, die einen hohen Geldeingang, sowie weitere Umsätze generieren und möglichst wenig Bargeld-Abhebekosten verursachen. Number 26 geht einen weiteren Schritt und nennt das Konto „Flex“. Man verpackt das ganze noch schön in Werbefloskeln und dann hört sich das so an :

„Vor kurzem haben wir die Bonitätsanforderungen für unsere Kontoinhaber erhöht. Leider können wir dir aufgrund uns vorliegender Bonitätsinformationen das kostenlose Girokonto nicht länger anbieten. Viele Banken kündigen in diesem Fall das Konto. Wir möchten dir die Flexibilität bieten, dein NUMBER26 Girokonto unter speziellen Voraussetzungen als Flex Konto weiterzuführen.“

Ganz kostenlos wird natürlich nicht sein. Number26 hebt sich hier mit den Sparkassen auf eine Stufe und nennt folgende Preise:

  • 6,00 € Monatsgebühr – Automatisch einmal im Monat von deinem Konto eingezogen
  • 2,00 € pro Abhebung am Geldautomaten – Abgebucht zum Zeitpunkt der Abhebung.
  • 2,00 € pro Abhebung bei einem CASH26 Einzelhandelspartner – Abgebucht zum Zeitpunkt der Abhebung.

Doch es kommt noch dicker: Einmal im Jahr wird die Bonität des Kunden gecheckt (fast alle Banken machen dies bei Kontoeröffnung oder bei Kreditanfragen), was rechtlich wohl in einer Grauzone ist und sich jeder mal überdenken darf, was es heisst, wenn sich die Bonität aufgrund größerer Investitionen ändert. Number26 hält sich nämlich das Recht vor, im laufenden Jahr vom kostenpflichtigen in ein kostenlose Konto umzuwandeln, sicherlich aber auch anders rum.

Fair Use Policy – die neue Richtlinie

Auch die Fair-Use-Policy sollte man sich genauer ansehen. Während man bisher immer groß kommunizierte, dass man immer und überall an sein Bargeld kommt, so rudert man hier deftig zurück und fährt nun eine klare Richtlinie:

  • Unbegrenzte und kostenfreie Abhebungen bei über 6000 Einzelhändlern unseres CASH26 Netzwerks. Mit wenigen Klicks auf eurem Smartphone könnt ihr so kostenlos Geld abheben.
  • Monatlich 5 kostenfreie Bargeldabhebungen in Deutschland für:
    • Alle Nutzer mit einer Frist von 3 Monaten zu Beginn der Einführung
    • Alle Nutzer, die unter 26 Jahre alt sind
    • Alle Nutzer, die das Konto als Hauptkonto nutzen, bedeutet:
      • Nutzer, die ein regelmäßiges Einkommen oder monatlich Sozialleistungen jeglicher Art innerhalb von zwei aufeinander folgenden Monaten auf ihrem N26 Konto erhalten
      • Nutzer die innerhalb von zwei aufeinander folgenden Monaten jegliche Art von Gutschriften erhalten, die sich in der Summe auf 1000 € oder mehr belaufen
      • Monatlich 3 kostenfreie Bargeldabhebungen in Deutschland für Nutzer aus Deutschland, die keine der oben genannten Kriterien erfüllen (nach Vollendung der 3-monatigen Frist zu Beginn)
      • Ist das Kontingent überschritten, fällt für jede weitere Abhebung eine Gebühr von 2 € an
  • Bargeldabhebungen am Automaten außerhalb Deutschland bleiben kostenfrei und unbegrenzt. Diese ausländischen Abhebungen haben keinen Einfluss auf die Anzahl kostenfreier Abhebungen im Rahmen der Fair Use Policy.

Die neuen Richtlinien werden also zum 7.September offiziell in Kraft gesetzt und damit zum Beginn 2017 auf alle Kunden angewandt. Ich finde, das muss Number26 in den kommenden Tagen deutlich kommunizieren, sonst wird das „modernste Girokonto Europas“ zum größten Flops in der noch recht jungen Fintech-Branche und damit auch ein Flop für alle Bestands- sowie Neukunden. Jetzt sollten wir aber die kommenden Wochen die Füße flachhalben und einfach mal abwarten, was das Unternehmen noch ändern möchte.

Quelle: Number26 via Mobiflip

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