Devolo Home Control im Test – Das Smart Home zum Selbermachen Devolo Home Control im Test – Das Smart Home zum Selbermachen
Seit knapp 3 Wochen habe ich das Devolo Home Control System – das Smart Home zum Selbermachen – im Einsatz, Zeit für einen Erfahrungsbericht... Devolo Home Control im Test – Das Smart Home zum Selbermachen

Seit knapp 3 Wochen habe ich das Devolo Home Control System – das Smart Home zum Selbermachen – im Einsatz, Zeit für einen Erfahrungsbericht

Hinter dem Devolo Home Control steckt eigentlich eine ganz simple Sache: Man vernetzt sein Haushalt und kann dies ganz bequem übers Smartphone oder über den heimischen Computer im Browser steuern. Man fängt mit einem Baustein wie zb. der Basis an und kauft dann weitere Bausteine nach und nach hinzu, so dass man irgendwann seine komplette Wohnung oder Haus komplett fernsteuern könnte. Solche Systeme eigenen sich perfekt dafür, nachträglich eingebaut zu werden.

Das System reicht hierbei von Raumthermostaten, über Heizkörperthermostaten, Rauchmelder, Schalt & Messsteckdosen, Tür- / Fensterkontakten, Fernbedienungen, über Bewegungsmelder bis hin zu Funkschaltern. Devolo ist der Konkurrenz einen ganzen Schritt voraus, weil man hier auf den neuen Z Wave Standard setzt und damit könnte die einzelnen Bausteine auch an fremden Basen (BasisStation von einem anderen Hersteller) oder auch fremde Sensoren an der Devolo-Station benutzt werden.

Mein Devolo Testpaket (Starter Paket + Erweiterungen)

  • Tür & Fenster Kontakt 2x
  • Zentrale
  • Schalt- & Messsteckdose
  • Heizungsthermostat 2x
  • Raumthermostat

Einrichtung der Zentrale

Als erstes nehmen wir uns mal die Zentrale vor, die man nur in eine freie Steckdose steckt und über das mitgeliefertes LAN Kabel an den Router oder an das bestehende D-LAN Netz klemmt. So kann die Zentrale alle Steuerungsbefehle vom Smartphone oder Browser empfangen und an alle angeschlossenen Bauteile weiterleiten. Nun gehts an die Einrichtung über den Browser.

Zu Beginn erstellt man sich ganz bequem einen Account bei Devolo (mit leider vielen persönlichen Daten wie Name und Adresse) und lernt die ganzen Sensoren an – das klingt nicht nur einfach, sondern ist es auch. Wer ein bestehendes D-LAN von devolo hat muss sich einfach nur kurz anmelden. Im Ganzen habe ich für alle Sensoren keine 15 Minuten zum Einrichten gebraucht, wobei der erste Heizungsthermostat noch die längste Zeit gebraucht hat.

Devolo Home Control Smart Home im Zentrale

Schalt & Messsteckdose (Funk)

Neue Sensoren wie zb die Schalt & Messsteckdose schließt man einfach an die Steckdose an, wählt sie über die Web-Oberfläche an, lässt sie direkt über den Browser erkennen und schon kann man sie nutzen. Eigentlich könnte man dies auch über die App erledigen, ich würde es euch jedoch über den PC oder über den Mac empfehlen. Neben der Möglichkeit des einfachen Aus- und An-Schalten der Steckdose (wahlweise per Taste auf dem Schalter durch Drücken der Taste oder per App) kann sie auch noch den durchgeflossenen Strom der angeschlossenen Geräte aufzeigen. Ebenso hat man die Möglichkeit angeschlossene Geräte per Zeitschaltung einzuschalten oder aber sich informieren zu lassen, wenn ein angeschlossener Verbraucher keinen Strom mehr zieht. (Beispiel: Waschmaschine fertig). Stromfresser kann man so Einfach und effektiv finden.

Tür- / FensterKontakt

Hinter dem Tür und Fenster-Kontakt verbirgt sich ein wichtiges Teil, welches man sich an eine Türe oder ein Fenster kleben kann. Durch das recht unauffällige Design übersieht man es irgendwann einfach und es stört nicht. Im Gegenteil. Es informiert einen, ob eine Türe oder ein Fenster geschlossen ist.

Das Anbringen ist auch hier recht einfach. Einfach die Klebestreifen auf der Rückseite des Kontaktes und der Einheit abziehen und auf die gewünschte Fläche kleben. Eine sehr wichtige Funktion ist auch, das Erkennen von Temperaturschwankungen. Klebt man das Teil zb an ein Fenster und öffnet dieses, reguliert es die Heizung (mit Hilfe des Heizungsthermostats) automatisch runter, so dass man nicht unnötig heizt. Hierfür muss man beide Teile „eingruppieren“. Auch besteht die Möglichkeit Helligkeitsänderungen an die App mitzuteilen (Licht an).

Raumthermostat

Ähnlich wie der Tür/Fenster-Kontakt misst auch der Raumthermostat erstmal die Zimmerwärme und gibt dieses wie ein reguläres Thermostat auf einem Display aus. Dieses kann man leider nicht an der Wand festkleben, sondern muss es entweder auf dem Tisch legen oder an der Wand montiert werden. Um das Display rum, kann man die Regulation der gewünschten Temperatur angeben. Ein kleines Beispiel: In der Wohnung herrschen 16 Grad und euch ist zu kalt, dann drückt ihr einfach auf + und stellt die gewünschte Temperatur ein. Wer ganz faul ist, kann dies natürlich auch per App oder Browser erledigen. Dies wird nun an die Zentrale übergeben und an die Heizungen übertragen. Die Heizung dreht im übrigen solange auf, bis die gewünschte Temperatur am Standort des Thermostat erreicht ist.

Devolo Home Control Smart Home Raumthermostat

Heizungsthermostat / Heizkörperthermostat

Nun aber zum meiner Meinung nach wichtigsten Teil im Bunde. Mit dem Heizungsthermostat schließt sich dann der Kreis und ist für unser direktes Wohlbefinden zuständig. Hinter dem Heizungsthermostat versteckt ein der Heizungskopf, der zu einem mit der Basis kommuniziert und bei geöffneten Fenster und angeschlossenen Fenster/Tür Kontakt automatisch runter regelt oder auch die gewünschten Gradangaben über das Raumthermostat umsetzt. Doch wie bekommt ich den neuen Kopf nun auf meine alte Heizung? Ganz einfach. Man muss nur den alten Kopf auf der Heizung mit einer Wasserpumpenzange (Bülent Ceylan Fans können das natürlich auch mit der Pumpewasserzong machen) nach links abdrehen und den neuen Kopf von Devolo montieren. Das funktioniert bei jeder Heizung innerhalb von 2 Minuten – wirklich.

Kaum ist der alte Kopf ab, sucht man gleich noch das richtige der beiden mitgelieferten Verbindungsstücke aus und steckt dieses auf den Kopf und ab damit auf die Heizung. Macht man dies wie im Video, dann dreht der sich nach wenigen Sekunden selber fest und reguliert sich kurz selbst. Der eingebaute Motor zur Regulierung arbeitet flüsterleiste, nur das Blubbern der Heizung ist lauter. Nach einer ersten Nacht stimmen die Gradzahlen mit denen im Thermostatsdisplay überein – wie es sich gehört. Die Einstellung der Wärme und den Grad-Zahlen erfolgt über die App oder über Weboberfläche. Man kann aber auch ganz altmodisch die Temperatur über den Thermostat selbst mithilfe der 3 Tasten einstellen.

Devolo Home Control Smart Home Heizkörperthermostat

Software

So einfach die Installation der einzelnen Geräte war, so einfach geht es dann auch bei der Benutzung weiter. Allerdings ist das Menü ziemlich verschachtelt und recht unübersichtlich, so dass ich erstmal 3 Klicks brauche um zu meinen Sensoren zu kommen. Hier präsentieren sich dann aber die jeweiligen Einstellungen, die Temperaturen und auch die Akkustände der Heizungen und Thermostate. Die Einrichtung ist für jedermann geeignet, da die Geräte nur angeschaltet und in Reichweite der Zentrale sein müssen, um ordnungsgemäß erkannt und damit eingebunden werden können. Ist dies erfolgt, kann man glücklicherweise auch direkt vom Büro aus kurz nachsehen, ob man die Heizung ausgemacht hat oder kann diese schon mal vorheizen, damit es kuschlig warm ist, wenn man daheim ankommt.

Zum Informationsgehalt muss ich sagen TOP, zur Anordnung und einfacheren Strukturierung eher könnte man noch etwas nachbessern. Kurze Videos wie dieses hier zeigen den genauen Vorgang und wie man die Geräte einrichtet.

Folgende Produkte wurden nicht getestet (Trotzdem ein paar Worte dazu):

Rauchmelder:
Er fungiert wie ein normaler Rauchmelder (die ab 2016 in fast allen Bundesländer Pflicht sind), mit einem kleinen aber feinen Feature. Sobald der Rauchmelder aufgrund Rauchentwicklung Alarm schlägt, heult er nicht nur auf und zeigt dies optisch per LED Licht an, sondern informiert sämtliche Nutzer und Wohninsassen per SMS und E-Mail. Wer die iOS App oder Android App installiert hat, wird natürlich auch auf diesem Wege benachrichtigt. Damit bleibt man auch auf dem laufenden, wenn man sich auf Arbeit oder im Urlaub befindet. In Verbindung mit der Basis, könnte man so alle Leuchten und Lichter anschalten, damit man im Ernstfall den Weg nach draußen sieht.

devolo homecontrol rauchmelder

Funkschalter
Der Funkschalter ist ein Schalter, der sich flexibel einsetzen lässt. Gerade in Verbindung mit der Funksteckdose könnte man so diese Steckdose anschalten oder auch ganz individuell schalten. Hier stehen sehr viele Möglichkeiten der Programmierung und Szenarien zur Verfügung. Aufgrund der Möglichkeit den Funkschalter an die Wand oder ein Möbelstück zu kleben, findet jeder Nutzer seine ganz persönliche und individuelle Nutzungsmöglichkeit.

devolo home control wandschalter

Fernbedienung
Anders als der Funkschalter kann man die Fernbedienung an den Schlüsselbund hängen und kann so auch von unterwegs zb. in der Garage bis zu 100 Meter Entfernung zur Basis Szenarien ausführen. Eine Möglichkeit hier: Das Ausschalten der Funksteckdose und damit aller Stromverbraucher oder oder oder. Gleiches Prinzip wie der Funkschalter, nur eben für unterwegs.

devolo homecontrol fernbedienung

Bewegungsmelder
Vom Design her könnte man den Tür-/ Fensterkontakt mit dem Bewegungsmelder leicht verwechseln, weil man auf das gleiche Gehäuse setzt. Beim Innenleben gibt es jedoch grundlegende Unterschiede. So ist der Bewegungsmelder auf eine Bewegung im Raum bis zu einer Entfernung von 10 Meter und bis zu 90 Grad ausgelegt – dies erfolgt mittels Infrarot-Strahlung. Möglichkeit: Betritt einen dunklen Raum, könnte man das Licht anschalten. Der Sensor kann dabei auch zwischen Menschen, Tieren und Türen unterscheiden. Ist man im Urlaub, könnte man per SMS und Email benachrichtigt werden, falls sich im Raum was tut. 15 SMS sind für jeden Nutzer im Monat frei, danach kann man sie kostenpflichtig hinzu buchen.

devolo home control bewegungsmelder

Hier nochmal eine Übersicht an allen verfügbaren Produkten

devolo-home-control

  • Devolo Home Control Zentrale als Starter-Paket (199 Euro)
  • Devolo Home Control Schalt- und Messsteckdose (45 Euro)
  • Devolo Home Control Tür-/Fensterkontakt (40 Euro)
  • Devolo Home Control Heizkörperthermostat (69 Euro)
  • Devolo Home Control Bewegungsmelder (59 Euro)
  • Devolo Home Control Rauchmelder (52 Euro)
  • Devolo Home Control Funkschalter (48 Euro)
  • Devolo Home Control Fernbedienung (39 Euro)
  • Devolo Home Control Raumthermostat (99 Euro)

Sonstiges
Bei der Software sollte Devolo noch einiges aufarbeiten, weil hier und da hakt das ganze noch etwas und man wird oft auf die „unschöne“ Weboberfläche zurück verfrachtet, obwohl man eine entsprechende App im App Store und auch im Play Store herunterladen kann. Von der Einstellung in der App kann schon mal eine gute Minute vergehen, bis der Befehl (Heizung auf 20 Grad) an der Heizung ankommt. Man sollte sich nicht wundern, warum es nicht „direkt“ geht (was natürlich auch stromsparend ist).

Devolo Home Control Smart Home im Test

Devolo Home Control Smart Home im Test

Fazit.

Devolo hat hier mit dem Smart Home dank dem neuen und standardisierten Z Wave ein System geschaffen, dass Zukunftssicher ist und sich nach Belieben erweitern lässt. Man ist auch nicht gebunden, die einzelnen Bauteile von einem Hersteller zu kaufen, sondern „könnte“ auch auf andere Hersteller ausweichen. Man bekommt mit dem System eine Möglichkeit sein Zuhause komplett zu vernetzen und auch von außerhalb die Möglichkeit mal kurz nachsehen, ob daheim alles gut ist (und nicht brennt). Wer will kann damit schon mal die Heizung anschalten, damit es kuschelig warm ist, wenn man nach Hause kommt. Bei der Einrichtung passiert fast alles vollautomatisch, so dass es auch Leute eingerichtet bekommen, die zwei linke Hände haben. Ein richtiger Schritt in ein vernetztes und modernes Smart Home.

Frage an euch: Werdet ihr eurer Zuhause vernetzen? Welche Bausteine sind für euch interessant?

[amazon_link asins=’B00M2JKJIK,B0187QND3Y,B00M2JK8J0′ template=’ProductGrid‘ store=’vittide04-21′ marketplace=’DE‘ link_id=’2130c657-63be-11e7-a1fc-d55ab2e003c2′]

No comments so far.

Be first to leave comment below.

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.