LG Nexus 5X im Test – Ein Flaggschiff mit viel Potential nach oben LG Nexus 5X im Test – Ein Flaggschiff mit viel Potential nach oben
Nach knapp 4 Wochen viel testen, ausprobieren und zocken möchte ich euch meine Meinung zum neuen LG Nexus 5X sagen. Hält die Technik was... LG Nexus 5X im Test – Ein Flaggschiff mit viel Potential nach oben

Nach knapp 4 Wochen viel testen, ausprobieren und zocken möchte ich euch meine Meinung zum neuen LG Nexus 5X sagen.

Hält die Technik was sie verspricht, ist es für den Preis in Ordnung und hat sich Google wiedermal selbst übertroffen oder ist es Müll und liegt wie Blei in den Regalen? Der Testbericht gibt Aufschluss.

Verarbeitung und Eindruck

Mit dem neuen Nexus 5X hat LG ein überaus hochwertiges Smartphone entwickelt, was sich durchaus sehen lassen kann. Beim Gehäuse setzt man auf ein Plastikgehäuse, genauer gesagt auf hochwertiges Polycarbonat und damit auch entsprechend wertig in der Hand.

Das verwendete Material ist glatt und leicht mattiert, das hat durchaus den Nachteil, dass man Fingerabdrücke insbesondere in der Herbstsonne und im Winter schnell erkennt und man immer wieder am putzen des Gehäuses und Displays ist. Auf der Vorderseite setzt man großflächig auf Glas, in das auch sämtliche Sensoren und auch die Lautsprecher eingelassen sind. Das Display schließt nicht bündig an, sondern hat nach außen hin einen leichten fühlbaren Rand, so dass das Glas nicht direkt auf dem Tisch liegt, wenn man es „facedown“ hinlegt. Spaltmaße sind gleichmäßig und fast nicht fühlbar.

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Die Knöpfe sind gut erreichbar und haben nur einen minimalen Spielraum und fügen sich damit ins Gesamtbild ein. Auch die beim Vorgänger kritisierten scharfen Kanten sind abgerundet. Durch die mittig angebrachte Kamera kippelt das Teil nicht, wenn es auf dem Tisch liegt. Kurzum: Die Verarbeitung kann sich dank „Premium“ Polycarbonat Gehäuse durchaus sehen lassen.

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Hardware

Bei der Hardware setzt man auf durchaus potente Bauteile. So kommt hier ein 5,2 Zoll großes Display mit einer Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln zum Einsatz, was 423 ppi entspricht. Das Corning Gorilla Glas 3 ist mit einer fettabweisenden Schicht überzogen, die Fingerabdrücke und Verschmutzungen abhält.

Weiter geht es mit einem 6 Kernigen 64 Bit Prozessor mit satten 1,8 Ghz (Snapdragon 808 mit 418 GPU) der auch bei Spielen und grafischen „Herausforderungen“ immer noch ein bisschen Luft hat. Ottonormalverbraucher werden diese CPUs sicherlich nicht an den Rand ihrer Leistungsfähigkeit bringen..

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  • Display: 5,2 Zoll mit FullHD Display (1920×1080 Pixeln), Corning® Gorilla® Glass 3
  • CPU: 64-Bit-Sechskernprozessor Qualcomm® Snapdragon™ 808 mit 1,8 GHz
  • Ram: 2 GB
  • Speicher. Wahlweise mit 16 GB oder 32 GB
  • Kamera (Rückseite): 12,3 Megapixel 1.55 µm Pixel, Blende f/2.0 Blende, Dual LED Blitz (CRI 90)
  • Kamera (Vorderseite): 5 Megapixel, 1,4 µm Pixel, f/2.0 Blende
  • Akku: 2700 mAh
  • SIM: Nano-SIM
  • Software: Android 6.0 Marshmallow ohne Zusätze
  • Verbindungen: LTE Kat. 6,WLAN 802.11a/b/g/n/ac, 2 x 2 MIMO, Dual-Band (2,4 GHz 5,0 GHz), Bluetooth 4.2, NFC
  • Größe: 147,0 x 72,6 x 7,9 mm @ 136 g
  • Farben: Anthrazit, Quarz, Eisblau
  • Preis:

LG Nexus 5X Google Smartphone (13,2 cm (5,2 Zoll) IPS Display, 16 GB, Android 6.0 Marshmallow) Carbon

Price: EUR 80,00

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Fingerabdrucksensor

Neu im Nexus 5X ist der eingebaute Fingerabdrucksensor unterhalb der Kamera, den man für das Entsperren benutzen kann. Dieser erkannt den Finger äußerst flott, das geht schneller als auf dem iPhone und auch bei der neusten Galaxy Reihe. Man muss dabei ich nicht mal das Display entsperren, einfach den Finger auflegen und schon ist das Display entsperrt. Sollte man das Smartphone in der Tasche haben und ausversehen an den Sensor kommen, macht das nichts. Das Display wird erst dann entsperrt wenn es sich in der Hand oder zumindest außerhalb einer Tasche befindet (Näherungssensor). Ich lehne mich jetzt weit aus dem Fenster und behaupte, es ist der beste und schnellste Fingerabdrucksensor der aktuell verbaut wurde.

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Software

Wie bei allen Nexus Geräten setzt man auch bei dem Nexus 5X auf die neuste Android 6.0 Marshmallow Version, die recht schnell und dabei noch stromsparend ist. LG hat hier sonst keinerlei Änderungen oder gar eine Oberfläche drauf gepackt.. Sehr gut. Einen Nachteil hat die Software aber dennoch, hier scheinen noch nicht alle Stellschrauben an der richtigen Seite angezogen zu sein, denn das Nexus 5X leidet manchmal ohne erkennbaren Grund an Leistungseinbrüchen, baldige Software Update können dies hoffentlich in Griff bekommen.

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Leistung

Auf dem Datenblatt steht schon eine echt tolle Leistung, doch läuft es wirklich so flüssig oder kommt die Software nicht ganz damit klar. Eines kann ich euch schon mal vorneweg sagen. Es rennt förmlich und ist wirklich schnell. Alleine beim Öffnen von Apps merkt man schon die Leistung der 6 Prozessoren und ja da geht gut was ab. Allerdings kommt die Leistung nicht ganz in den Benchmarks ans Tageslicht. Hier scheint es wohl so, als wären die Benchmark-Tools nur für 4 Kerne ausgelegt.

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Im Grunde genommen findet man hier die gleiche Technik wie auch im LG G4, jedoch mit einem entschiedenen Nachteil: In Benchmarks sowie Spielen kotzt das Nexus 5X dann doch ziemlich ab und wird „etwas“ heißt. Dies hat einen Leistungsverlust nach wenigen Minuten zufolge und auch in Benchmarks fliegt das Nexus 5X trotz brachialer Power irgendwo zwischen Galaxy S4 und Galaxy S5 zurück. Woher dieser Leistungsverlust kommt, konnte ich mir im Benchmark auch auch Tage danach nicht erklären.

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Jedoch reicht die Leistung im Normalen Leben und bei normaler Nutzer vollkommen aus und hat auch bei ordentlicher Beanspruchung durch Spiele und Co immer noch ein bisschen Luft und kommt nicht ins Ruckeln. 6 64-Bit Prozessor-Kerne mit 1,8 Ghz merkt man dann schon..

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Kamera

Bei der Kamera lässt man nicht nur einen Autofokus mit IR-Laser-Unterstützung, sondern auch noch eine Sensor mit extra großen Pixeln zum Einsatz kommen. Man setzt hier auf 1,55 µm großen Pixel, die sowohl bei Tageslicht, als auch in der Nacht sehr gute Fotos machen. Dank der f/2.0 Blende bekommt man auch bei relativ schlechten Lichtverhältnissen sehr ansehenswerte Bilder. Bei der Geschwindigkeit des Autofokus kommt man zwar nicht ganz den Speed-Fokus vom LG G4 (vom dem wohl auch der Sensor stammt) ran, aber das ist meckern auf einem sehr hohen Niveau. Videos lassen sich mit dem Nexus 5X in 4k-Videoauflösung mit 30fps aufnehmen. Bei schlechteren Lichtverhältnissen kann man den Blitz mit 2 LED Einheiten und dem CRI-90-Breitbandspektrum dazu schalten. Auch auf der Vorderseite setzt man auf eine 5 Megapixel Kamera mit einer Blende von 2.0. Leider verzichtet man sowohl hinten als auch vorne auf einen Bildstabilisator, das können aktuelle Flaggschiffe anderer Flaggschiffe dann doch etwas bessern. Nicht destotrotz bekommt man mit dem Nexus 5X eine typisches Allrounder-Knipse mit schnellen Autofokus und 4k Videos.

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Sonstiges

Sowohl die Videoaufnahmen, als auch die Telefonie können sich dank der 3 eingebauten Mikrofone (1 vorne, 1 oben, 1 unten) mit Rauschunterdrückung dann doch durchaus sehen bzw hören lassen.
Was mich persönlich etwas stört, aber auch glücklich macht ist der neue USB C Anschluss, für den man nicht nur neue Kabel braucht, sondern auch ein neues Netzgerät. Das mitgelieferte hat 3A Ausgangsstrom und kann das Nexus 5X in nur 10 Minuten so viel aufladen, dass man wieder für 3,8 Stunden Akku hat. Für eine komplett Ladung benötigt man zwischen 1,5 und 2 Stunden.

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Unboxing

Fazit

Beim Nexus 5X kommt eine aktuelle Prozessor-Generation mit 6 Kernen zum Einsatz, dazu gibts noch 2 GB RAM und eine sehr gute Kamera mit Infrarot-Laser Unterstützung sowie pures Android. Erwähnenswert ist hierbei noch der neue USB C Anschluss und fertig ist das neuste Nexus Modell, was aber für den Preis um 500 Euro dann doch ein ordentlichen Gesamtpaket ist.

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