Samsung verkauft Fitnessdaten an Axa Versicherungen – ähnliches Prinzip wie bei Fitbit Samsung verkauft Fitnessdaten an Axa Versicherungen – ähnliches Prinzip wie bei Fitbit
Samsung ist ein Versicherungsdeal mit Axa Versicherung eingegangen und wertet Fitnessdaten der Smartwatches in Zusammenarbeit mit den Versicherungen aus. Vor wenigen Monaten hatte Fitbit... Samsung verkauft Fitnessdaten an Axa Versicherungen – ähnliches Prinzip wie bei Fitbit

Samsung ist ein Versicherungsdeal mit Axa Versicherung eingegangen und wertet Fitnessdaten der Smartwatches in Zusammenarbeit mit den Versicherungen aus.

Vor wenigen Monaten hatte Fitbit bekanntgegeben mit Versicherungsunternehmen zusammenarbeiten und nun ist auch Samsung eine Kooperation mit Axa eingegangen und wird so auch die Versicherten 24 Stunden am Tag überwachen und sie zu einem gesünderen Leben drängen. Naja, so schlimm jetzt auch nicht, aber vom Prinzip her schon richtig.

Die neue Samsung Gear 3 soll in Verbindung mit der Axa-Health-App erreichen, dass „die Kunden sich 24 Stunden am Tag und sieben Tage die Woche beschützt fühlen (…) und dadurch für sich und ihre Familien einen gesünderen Lebensstil erreichen.“ Werden diverse Fitnessziele der Versicherung erreicht, greift ein Bonusprogramm, welches dann an Ende des erreichten Zeitfenster ausgeschüttet wird.

In Südafrika ist Generali derzeit mit dem Dienstleister Discovery einen Deal eingegangen, bei dem Kunden Gutscheine und Rabatte erhalten, wenn sie ihr Bewegungs- und Ernährungsverhalten dokumentieren. Wer hingegen sich nicht sonderlich viel bewegt oder nur faul auf der Couch liegt, zahlt wesentlich höhere Beiträge an die Versicherung.

Für Axa ist der Deal mit Samsung aber nur der Anfang vom Ende und möchte das ganze erstmal in Frankreich starten und dann rasch ausweiten. Sollte das Ganze mit der „Freigabe“ ihrer Fitness-Aktivitäten gut verlaufen und die Kunden das annehmen, möchte man das gleiche Prinzip auf Kranken- und Lebensversicherung sowie das Auto-Fahrverhalten ausweiten – Gemessen wird das Beschleunigungs- und Bremsverhalten sowie das Fahren in Kurven.

Die deutsche Axa möchte den Kunden zwar die Möglichkeit geben, ihr eigenes Verhalten mit der neuen Axa Gesundheitsapp zu kontrollieren. Daten sollen noch keine gesammelt und auch nicht übertragen werden. Der Verkauf und die Nutzung der Fitnessdaten soll derzeit in Frankreich vorbereitet und mit der Samsung Gear 3 an den Start gehen.

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Ich finde dieser Schritt geht zu weit, ich möchte nicht 24/7 überwacht werden und möchte auch keine teurere Versicherungen bezahlen müssen, wenn ich mal Faul sein sollte. Kunden mit kleinen Boni oder Rabatten ködern und dann komplett überwachen. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass es in Frankreich gut aufgenommen wird und dann 2015 auch nach Deutschland kommen wird und dann der Aufschrei kommt.

Quelle: SüddeutscheZeitung

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