Nutzerdaten von etlichen Zeitschriften stehen (legal) im Netz zum Verkauf Nutzerdaten von etlichen Zeitschriften stehen (legal) im Netz zum Verkauf
„Du hast ein Zeitschriften Abo? Na dann Herzlichen Glückwunsch, deine Adresse wurde erfolgreich zum Verkauf im Internet an Dritte, Vierte und Fünfte verkauft. „... Nutzerdaten von etlichen Zeitschriften stehen (legal) im Netz zum Verkauf

„Du hast ein Zeitschriften Abo? Na dann Herzlichen Glückwunsch, deine Adresse wurde erfolgreich zum Verkauf im Internet an Dritte, Vierte und Fünfte verkauft. „

Es klingt wirklich absolut absurd und hat diesmal nichts mit Technik zu tun, doch was nun von den Krautreportern aufgedeckt wurde ist echt erschreckend. Es soll in Deutschland Zeitschriften geben, die Monat für Monat sinkende Leserzahlen haben und denen es finanziell echt schlecht geht. Wie kann man so einen Konzern dann noch am Leben erhalten? Genau mit dem Verkauf von Nutzerdaten, also echten Adressen und Namen.

Bei mir kommen immer mal wieder Werbebriefe von ominösen Firmen im privaten Postfach an, von denen ich noch nie was gehört geschweige denn bestellt habe und doch haben sie meinen vollständigen Namen und Adresse. Im Netz ist nun ein riesiger Katalog aufgetaucht, bei denen sich viele Firmen eingetragen haben, um ihre Adressen zu verkaufen. Mit dabei Die Zeit, RTL Club, PEARL, Weltbild, der Spiegel, “eine große deutsche Tageszeitung” und überwiegend weitere Zeitschriften denen es finanziell nicht so berauschend geht.

Der Hammer dabei: Diese verkaufen Nutzerdaten in Tausenden Stückzahlen für einen sehr geringen Stückpreis. Bei manchen Firmen sind Tausend Nutzerdaten schon für 9 Euro erhältlich. Ja. Im oben verlinkten Katalog findet ihr eine Übersicht an allen verfügbaren Zeitschriften, welche die Nutzerdaten völlig legal (rechtliche Grauzone) weiterverkaufen und so weitergeben.

Die AZ Media hält sich bedeckt und setzt sich die Krone selbst auf:

„Wir bieten die Daten nicht selbst an – sondern vermitteln sie, wenn wir vom Besitzer der Daten den Auftrag dazu bekommen. Bei diesem sogenannten Listbroking kann ein werbetreibendes Unternehmen Kundendaten von einem Listeigner anmieten – zum Beispiel Abonnentenadressen von einer Zeitung. Der jeweilige Listeigner beauftragt uns als Makler mit der Vermarktung seiner Adressgruppen.“

Das besonders Pikante an der Sache dabei: Das ganze wird von der Arvato Infoscore ins Netz gestellt, das Unternehmen selbst betreibt noch „Schufaprüfungen“ und sollte so eigentlich sehr vertraulich mit den Daten umgehen. Gerade der Arvato Konzern ist absolut riesig und sehr mächtig. Diese können die Daten nun aber frei und ohne strafbares Handeln verkauft werden, wenn das „schutzwürdige Interesse des Betroffenen an dem Ausschluss der Verarbeitung oder Nutzung überwiegt“. Listenprivileg § 28 des Bundesdatenschutzgesetzes – Datenerhebung und -speicherung für eigene Geschäftszwecke.

Ihr denkt das sind bestimmt eher so unbekannte Firmen? Nein eher nicht. Hier 6 Beispiele..

Den vollständigen Artikel könnt ihr bei den Krautreportern nachlesen. Besten Dank an den Mirko von MobileNote für den Artikel.