LG G Watch R im Test – Die neue Runde Smartwatch mit Android Wear LG G Watch R im Test – Die neue Runde Smartwatch mit Android Wear
Die LG G Watch ist LGs zweiter Streich was das Thema Android Wear Smartwatches angeht. Schon den Vorgänger, die LG G Watch hatte ich im Test,... LG G Watch R im Test – Die neue Runde Smartwatch mit Android Wear

Die LG G Watch ist LGs zweiter Streich was das Thema Android Wear Smartwatches angeht. Schon den Vorgänger, die LG G Watch hatte ich im Test, nun folgt der Nachfolger mit dem neuen Runden Display.

Runde Smartwatches sind eigentlich erst dank der Moto 360 so richtig angelaufen und die Leute wurden Spitz drauf, doch der heimlich Favorit war und ist sicherlich bei vielen immer noch die LG G Watch R, die nicht nur hochwertig verarbeitet ist sondern auch noch mit deutlich besserer Hardware daher kommt.

Wichtige technische Daten

  • Betriebssystem: Android Wear
  • Display: 1,3″-Display, 320 x 320, OLED-Technologie
  • Gewicht: 63 g
  • Akku: 410 mAh
  • Prozessor: CPU: 1,2 GHz
  • Verbindungen: WLAN,  Bluetooth 4.0, geringer Strombedarf
  • Speicher: 4 GB interner Speicher mit 512 MB RAM
  • Ports und Anschlüsse: USB-Anschluss (Pogo-Pin) an der G Watch R, Micro-USB an der Ladehalterung
  • Extras: IP 67, Pulsmesser, Barometer
  • Sensoren: 9 Achsen (Beschleunigungsmesser/Kompass/Gyroskop)

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Verarbeitung

Schon beim auspacken hat sie mich angelacht und wollte sofort ums Handgelenk gelegt werden. Das im Lieferumfang enthaltene Lederarmband ist auf der Unterseite hell und auf der Oberseite schwarz. Anfangs ist es noch ein wenig starr und lässt sich nur mit etwas Druck schließen. Doch mit der Zeit geht das leichter. Hochwertig verarbeitet ist es.

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Ebenfalls aus hochwertigen Materialien ist das Gehäuse der neuen LG G Watch R, welches aus Metall und aus nur wenig Plastik ist. Während man bei der Oberseite auf eine Mischung aus Metall und PVC setzt, ist die Unterseite aus Kunststoff, fühlt sich aber keineswegs minderwertig an. Zu Beginn waren die hohen Kanten der G Watch R etwas störend und ich bin des öfteren an diversen Tischplatten und an Wänden hängen geblieben, da ich eigentlich kein Uhrenträger bin. Kratzer oder Lackabplatzungen konnte ich zum Glück keine feststellen. Von der Verarbeitung bin ich wirklich beeindruckt und finde sie klasse.

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Hardware

Technische Unterschiede gibt es bei den Smartwatches – bis auf eine Ausnahme – keine wirkliche. Man benötigt ja keinen Hochleistungsrechner, hier reicht ein Snapdragon 400 vollkommen aus. Die 1,2 Ghz reichen vollkommen aus und haben ordentlich Bums. Auch nach knapp 2 Wochen intensiver Nutzung konnte ich keine Ruckler oder Ladezeiten feststellen.

Das Display ist recht hell und kann auch bei direkter Sonneneinstrahlung gut abgelesen werden. Doch auch die Schwarzwerte können mehr als nur überzeugen. Beim Autofahren blendet das Display nicht und auch bei einer Tunnelfahrt wird man so nicht abgelenkt.

Bums hat auch der Akku, der knappe 2 Tage bei voller Nutzung hält. Die Helligkeit wurde auf 5 eingestellt (reicht vollkommen im Alltag aus) und es wurde wirklich alles synchronisiert. Geht man ein bisschen sparsamer mit der Helligkeit um, dann kommt man sicherlich auf 3 volle Tage.

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Das runde Display ist in das Gehäuse eingelassen und liegt sogar etwas tiefer. Dies ist anfangs etwas störend, weil man eben die Ränder um das Display hat, meistens muss man aber das Display in der Mitte bedienen, dann fällt es nicht auf. Man fährt aber jedes mal über den Gehäuserand drüber, wenn man etwas zur Seite schieben möchte. Gerade in Zeiten von randlosen Smartphone-Displays ist das etwas „anders“

Dadurch dass man beim Display auf die neue P-OLED-Technologie setzt, kann man jeden Pixel separat beleuchten und so echtes Schwarz darstellen. Weiße Zeiger auf Schwarzem Grund sehen einfach genial aus, weil man einen tollen Kontrast hinbekommt. Die Displayhintergrundbeleuchtung wird automatisch eingeschalten, sobald man das Handgelenk in Richtung Gesicht dreht. Eben diese typische „Ich-blicke-auf-die-Uhr-Bewegung“.

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Etwas störend finde ich den Knopf auf der rechten Seite, mit dem man die Helligkeit des Displays verändern oder die Uhr ausschalten, neustarten oder zurücksetzen kann. Uhrenträger wird dies sicherlich nicht stören.

Schön finde ich auch die Funktion des Herzfrequenzmessers auf der Unterseite, der den Puls bzw die Herzfrequenz misst. Allerdings gibt LG selbst an, den Puls lieber auf der Handinnenseite am Handgelenk zu messen, als auf der Handoberseite. Da ich des öfteren Herzklopfen und Herzprobleme, kann ich schnell unterwegs checken ob soweit alles gut ist. Die Genauigkeit der gemessenen Werte liegt etwa bei 80%, also lieber kurze Zeit später erneut messen und bestätigen lassen. Allerdings sollte man sich nicht auf diese Werte verlassen.

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Software

Wie auch schon beim Vorgänger, der G Watch, kommt auch hier Android Wear von Google zum Einsatz, mit der man bislang fast alles anstellen kann. Sei es Mails lesen, Whatsapp beantworten, an Termine erinnert werden oder auch einfach nur Kontakte anrufen. Dafür ist Android Wear ausgelegt und macht seine Sache gut. Da man am System selbst keine Änderungen vornehmen darf, kann man nur optische Änderungen vornehmen. So könnt ihr frei entscheiden, welche Ziffernblätter ihr im Standby haben dürft oder wie die Uhr auszusehen hat. Das Menü muss jedoch gleich aussehen – bei jeder Android Wear Smartwatch.

Sobald ihr ein paar Sekunden nichts an der Smartwatch macht, geht diese in den Ruhemodus und fährt die Displayhelligkeit runter. Angezeigt wird dann nur noch die reine Uhrzeit und einen eventuell anstehenden Termin oder eine letzte ungelesene Nachricht. Sollte keine Neuigkeit mehr anstehen, hab ihr freie Sicht auf eine Uhr mit einem Ziffernblatt – digital oder analog, eure Wahl.

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Nutzung im Alltag

Wie sieht so ein Alltag mit der G Watch R aus? Kurz nachdem der Wecker geläutet hat, wird die Uhr angezogen, welche mir auch gleich anzeigt, ob eventuelle Termine oder Nachrichten von Freunden anstehen. Meistens stehen auch noch Mails auf dem Teil, welche man entweder lesen oder gleich löschen kann. Im Laufe des Tages kann man direkt per Spracheingabe auf eintreffende Whatsapp-Mitteilungen antworten und man muss nicht ans Telefon greifen. Besonders bei der Autofahrt oder bei der Arbeit ideal.

Was auch noch ne coole Sache ist, ist die Musiksteuerung – besonders im Auto. Spielt man nämlich Musik an, kann man die Lautstärke oder auch die Titel steuern. Ansonsten greift man sicherlich genauso oft zur Uhr, wie sonst zum Smartphone. Bei der Arbeit ist es aber sicherlich ganz hilfreich, mal eben kurz auf Whatsapp-Nachrichten zu antworten – direkt per Spracheingabe. Das wichtigste Feature ist sicherlich den Herzfrequenzmesser an der Unterseite wird sicherlich nur von den Leuten regelmäßig benutzt, die gesundheitliche Probleme haben.

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Bildergalerie

Fazit

Die LG G Watch R mausert sich zum King der aktuellen Smartwatches, ein modernes hochwertiges Design, eine lange Akkulaufzeit und Android Wear als Betriebssystem runden die ganze Sache ab. Allerdings ist der Preis von knapp 270 Euro etwas hoch. Ich attestiere der G Watch R mehr Verkäufe als dem direkten Konkurrenten Moto 360 weil die G Watch einfach das bessere (derzeit beste) Gesamtpaket bietet.
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