Abo Bezahlmodelle: 3 Gründe dafür und 1 Grund dagegen Abo Bezahlmodelle: 3 Gründe dafür und 1 Grund dagegen
In der heutigen Zeit steigen vielen Firmen von den üblichen Bezahlmodellen mit hohen Einsteigskosten auf sogenannte Abo-Bezahlmodelle um, ich sage euch, was ich davon... Abo Bezahlmodelle: 3 Gründe dafür und 1 Grund dagegen

In der heutigen Zeit steigen vielen Firmen von den üblichen Bezahlmodellen mit hohen Einsteigskosten auf sogenannte Abo-Bezahlmodelle um, ich sage euch, was ich davon halte.

Eines vorneweg: Ich kann nicht alle Gründe aufzählen, die im Raume stehen und welche die Firmen dazu bringen, auf da Abomodell umzusteigen. Ich möchte euch einfach nur meine Gründe aufzählen, die ich für wichtig halte und was die Firmen dazu bewegen könnte, umzusteigen. Desweiteren führe ich Gründen auf,die für den Nutzer sprechen, das ein oder andere Bezahlmodell zu nutzen.

Was ist ein Abo-Bezahlmodell? Nehmen wir mal das Beispiel Microsoft Office, dies sollte jedem ein Begriff sein. Man kann in den Laden gehen, sich Office für knapp 100 Euro kaufen und es für eine unbestimmte Zeit benutzen. Kommt eine neue Version raus, muss man sich diese erneut kaufen um auf dem neusten Stand zu bleiben. Darüber hinaus bietet Microsoft die Möglichkeit an, auch monatlich 7 Euro dafür auszugeben und immer die neusten Updates und Versionen zu bekommen. Dies nennt sich Office 365 und kann man für unbegrenzte Zeit nutzen, so lange man bezahlt. Ihr bekommt in beiden Fällen die gleiche Software. Prinzip soweit klar? Gut.

Grund 1 für ein Abo-Bezahlmodell: Der Preis

Dadurch, dass ihr einen monatlichen Preis (jetzt in diesem Beispiel 7 Euro) im Monat bezahlt, fällt das nicht so schwer ins Gewicht, als 100 Euro auf den Tisch zu legen. Für einen Nutzer macht es sehr wohl einen Unterschied, ob man für einen Software eher ein bisschen was im Monat ausgibt oder gleich was auf den Tisch legen muss (auch wenn im Grunde das gleiche rauskommt). Monatlich ist besser und wird sicherlich einige zum Umsteigen bewegt haben. Auch im Bezug auf die Legalität,welcher auch Grund 3 ist.

Nutzt man mehrere Betriebssysteme wie zb Mac und Windows parallel, musste man bisher immer beide Versionen kaufen, um auf beiden Systemen zu arbeiten. Dank der Abomodelle kann man einfach beide Systeme gleichzeitig damit versorgen und muss so kein Extra-Geld ausgeben.

Die Firmen sichern sich so einen kontinuierlichen Geldstrom und haben so dauerhaft mehr Geld, welches so den jeweiligen Programmen zu gute lassen „könnten“…

Grund 2 für das Abo-Bezahlmodell: Die Aktualität

Es soll Nutzer geben, die sind immer noch mit Windows XP unterwegs, weil sie für Windows 8 oder auch 7 keine Lust haben Geld auszugeben. Aus Kostengründen möchte man es nicht, es wird auf Software-Features gepfiffen, Hauptsache günstig. Etwas anders sieht es hier bei bei Office-Programmen oder Bildbearbeitungsprogrammen wie zb Photoshop aus. Hier kommen mit neueren Versionen immer mehr Funktionen hinzu, welche dem Nutzer das Arbeiten leichter machen und eine viel tollere Optik mit sich bringt.

Bestes Beispiel hier: Adobe Creative Cloud. Für monatlich 12 Euro bekommt man hier Photoshop oder Premiere Pro (ja kostet ein bisschen mehr – ist ja nur ein Beispiel), welches im Laden hunderte von Euros kostet. Alle 2 Jahre ne neue Version kaufen, weil man mehr Funktionen hat, lohnt sich in den meisten Fällen nicht. Dafür monatlich ein bisschen was ausgeben und alle Funktionen nutzen hingegen schon.

Grund 3 für das Abo Bezahlmodell: Das reine Gewissen (Legalität)

Das wird sicherlich der Hauptgrund sein, warum viele umsteigen. Ich muss selbst mal was loswerden. Ich war Jahrelang mit einer „geliehenen“ Lizenz von Office unterwegs, benutzte bei Photoshop die Portable Edition, weil ich zu geizig war. Es gab immer einen Trick um alles nutzen zu können, aber nicht bezahlen zu müssen. Wollte ich aber ein Update musste ich warten, oder auf Cracks ausweichen. Alleine schon um das Gewissen zu beruhigen, lohnt es sich umzusteigen. Man wird mit zunehmenden Alter etwas entspannter und sieht die Dinge anders, „cool“ ist es schon lange nicht mehr mit einer gecrackten Version zu arbeiten.

Es schläft sich natürlich deutlich besser, mit einer lizenzensierten Software zu arbeiten, die einem mit der Zeit ans Herzen gewachsen ist. Für manche Sachen lohnt es sich doch ein bisschen Geld auszugeben. Viele sind einfach zu geizig dafür viel Geld auszugeben, dies versteht man erst nach einer Zeit..

Grund 1 gegen das Abo-Bezahlmodell:

Man könnte sich so schnell selbst verschulden – in einem kleineren Maßstabe. Kleinvieh macht auch Mist. Hier nen Zehner, da nen Zehner. Schnell kommen da 50 Euro im Monat zusammen. Nimmt man mal die ganzen Streaming-Dienste wie Netflix, Maxdome, Spotify und und und  hinzu, dann zahlt man auch für Sachen die braucht man letztlich gar nicht oder nur selten.

Wobei ist diese Art von Bezahldiensten nur mal am Rand erwähnen wollte, mir ging es jetzt hauptsächlich um „wichtige“ Dienste.

Warum habe ich mich für Abo-Bezahlmodelle entschieden?

Mich hat bei Office 365 einfach der Mehrwert (1 TB Cloudspeicher bei OneDrive + kostenloses Office – je nach Sichtweise) gepackt, den ich sonst hätte extra bezahlen hab müssen. Konkurrenten bieten mir auch 1 TB Datenspeicher für 10 Euro an, MS gibt Office obendrauf, Peng. Gekauft.

Zur Creative Cloud hat mich eigentlich der Wunsch getrieben, nach all den Jahren als Medientechnologe in der Medien/Druck-Branche wieder auf eine legale Version von Photoshop zu setzen. 12 Euro sind 12 Euro, dafür geht man mal ein Bier weniger trinken, nimmt die Kamera mit raus und spornt sich so selbst an, ein bisschen was zu tun. Zwei fliegen mit einer Klappe.

Fazit.

Ich bin mehr oder weniger vom neuen Abo-Bezahlmodell begeistert, auch wenn es mir nicht immer zu gute kommt. Man fängt einfach an, Gefallen an vielen Sachen zu finden..Dies macht auch nur bei Software im täglichen Einsatz Sinn. Probiert man was neues aus, bezahlt man ein bisschen was, will man es länger nutzen, zahlt man das bisschen weiter. Auch bei Spielen würde ich mir das für einen angemessenen Preis gefallen lassen, wenn da die Entwickler nicht so quengeln würden.

Was sagt ihr zum Abo-Modell? Kauft ihr lieber Software gleich „aufs Mal“ oder würdet ihr lieber monatlich Geld dafür ausgeben und dafür die neuste Version bekommen?

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