LG G3 im Test – Was leistet das QHD-Display und der Laser-Autofokus wirklich? LG G3 im Test – Was leistet das QHD-Display und der Laser-Autofokus wirklich?
Mit dem LG G3 setzten die Koreaner die Messlatte ein ganzes Stückchen nach oben und bringen damit das stärkste „serienmäßig“ gebaute Smartphone auf den... LG G3 im Test – Was leistet das QHD-Display und der Laser-Autofokus wirklich?

Mit dem LG G3 setzten die Koreaner die Messlatte ein ganzes Stückchen nach oben und bringen damit das stärkste „serienmäßig“ gebaute Smartphone auf den Markt. Was kann der Laser-Autofokus, ist er wirklich so gut wie man hört? Sieht man die Pixel des WQHD-Display noch oder ist es übertrieben?

Ich habe es mir angesehen und möchte nach guten 2 Wochen Test ein paar Worte dazu sagen. Vorneweg möchte ich noch bei LG bedanken, die mir für diesen Test das LG G3 zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung können und wollten sie damit nicht beeinflussen.

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Wichtige technische Daten

  • Display: 5,5 Zoll IPS – Auflösung 2560 x 1440 Pixel
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 801 Quad-Core, 2,5 GHz, Adreno 330
  • RAM: 2 GB bzw 3 GB
  • interner Speicher: 16 GB bzw 32 GB – erweiterbar durch MicroSD-Karte auf bis zu 128 GB
  • 13 Megapixel Kamera auf der Rückseite mit optischen Bildstabilisator OIS+
  • Laser Auto-Fokus auf der Rückseite
  • 2 Megapixel Frontkamera
  • 1 Watt Lautsprecher
  • Tasten auf der Rückseite
  • Farben: Gold, Schwarz Weiß
  • Abmessungen: 142 x 72.5 x 8.1 mm @ 145 Gramm
  • Wechselbarer Akku mit 3000 mAh
  • Preis: ab 520 Euro – Amazon-Link

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Verarbeitung und Hardware

Von der Verarbeitung her erwartet uns hier ein Plastik Gehäuse, das sowohl durch seine Wertigkeit als auch durch die Optik begeistert. Vorallem das riesige Display auf der Vorderseite nimmt knapp 3/4 der Front ein und lässt das Gerät nicht zu groß werden. Eine Benachrichtigungs-LED oberhalb des Displays zeigt einkommenden Benachrichtigungen oder auch fehlerhafte „Knock Codes“ an.

Die rückseitig angebrachten Testen sitzen bombenfest, da wackelt ebenso nichts. Die Idee sowohl des Powerbutton und die Laustärkewippen auf die Rückseite anzubringen hat grandiose Vorteile, denn sie sitzen genau da, wo man so braucht – wenn man sich daran gewöhnt hat.

Der Akkudeckel des neuen LG G3 ist zwar abnehmbar, sitzt aber ebenso fest auf dem Gerät, ist aber leider aus Plastik. Ich muss dazu sagen, das er aus Plastik ist und sich entsprechend so anfühlt. Die Aluoptik ist eigentlich nur ein Verbundstoff aus Plastik und Alu – Mehrheitlich aus Plastik. Da hätte ich mir mehr erwartet.

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Unter dem Akkudeckel sitzt der mit 3000 mAh sehr große Akku, der ohne Probleme auswechselbar ist. Man findet hier auch den MicroSD-Kartenslot und die Slot für die Simkarte. Über die Akkulaufzeit möchte ich mich nicht so wirklich äußern, da mein Gerät eigentlich nur im WLAN unterwegs war und mit einer Testfirmware bespielt war. Quält man das G3 mit Spielen, Benchmarks oder rechenintensiven Anwendungen ist schon nach 3-4 Stunden der Akku alle. Nichttestotrotz kommt man mit einer Akkuladung sehr gut durch den Tag, bei einer Displaylaufzeit (Display-ON) von knapp 4-5 Stunden. Das ist etwas weniger wie zb das Sony Xperia Z2 oder das HTC One M8 – Grund: das WQHD-Display.

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Das wirklich knankscharfe Display ist quasi randlos in das Gehäuse eingelassen und lässt an den Rändern nur wenig Platz, die Pixeldichte ist so hoch, das es einem schon schwerfällt hier einzelne Pixeln zu entdecken bzw ausfindig zu machen. Dazu kommt beim G3 ein Display mit satten 5,5 Zoll zum Einsatz, eindeutig zu groß für meine Hände. Einhand-Bedienung adé. Beim Betrachten von Texten und Bilder bekommt man so eine knackscharfe Schrift wie ich sie noch auf keinem Smartphone gesehen habe. „Krank“, „wow“ ist das „Scharf“ – das waren die Worte von Kollegen und Bekannten, denen ich das G3 gezeigt habe. Die Displayhelligkeit und Blickwinkel-Stabilität geht vollkommen in Ordnung, auch bei direkter Sonneneinstrahlung. Allerdings setzt man hier auf viel zuviele Scharfezeichner, die insbesondere dann zur Geltung kommen, wenn man die Statusleiste herunterzieht. Bild unten.

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Der verbaute 1 Watt Lautsprecher ist laut, wirklich Laut. Im direkten Vergleich mit der Konkurrenz muss ich das G3 so auf 70% stellen um eine gleichlaute Beschallung herbei zuführen. Stellt man die Lautstärke auf volle Pulle, könnte man glatte eine ganze Wohnung beschallen. Allerdings auf Kosten des Basses, der fehlt mir ein bisschen. Schlecht finde ich hier die Position des Lautsprechers. Legt man es auf den Tisch oder nimmt man es in die Hand kann man schnell die Öffnung verdecken.

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Software


So potent die Hardware auch ist, die Software ist noch nicht zu 100% auf die Auflösung und Rechenanforderung abgestimmt. Menüs haben noch immer die ein oder anderen Gedenksekunde, besonders der Weg von einer App zum „beladenen“ Homescreen dauert mir manchmal etwas zulange. Sowohl bei meinem Testgerät von LG, als auch bei den Modellen die es im Handel gibt, treten gelegentlich Hänger auf, liegt das vielleicht an der neuen Optimus UI? Ich hatte die 16 GB Variante mit 2 GB RAM, es könnte durchaus sein, das die größere 32 GB Variante mit 3 GB ohne die Hänger bzw Ruckler auskommt. Vieles wird aber sicherlich mit einem kommenden Softwareupdate behoben.

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Positiv sind aber die neue Apps, die LG dem G3 verpasst. Dual-Window (2 Fenster/Apps gleichzeitig anzeigen), QuickRemote (Fernbedienung für den IR-Sender) oder Quick Memo+ sind echt Klasse (wenn man gefallen für findet). Richtig toll finde ich Double-tap-to-wake (doppeltes Tippen aufs Display), diese Funktionen weckt das Gerät, wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann auch Knock Code verwenden, bei dem man einen vordefinierten Klopfcode einklopft, um das Gerät zu entsperren.

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Prozessor & Benchmark

Kommen wir doch mal zu einer Disziplin, bei dem sich das LG G3 behaupten kann oder nicht. Der Snapdragon 801 hat für alle Apps, Spiele und Benchmarks genügend Power um sich an die Spitze zu setzen – trotz der höheren Anforderung an den Prozessor wegen dem höher auflösenden Display.

Von Benchmarks halte ich nicht allzuviel, da sie nur eine Momentaufnahme zeigen und durch spezielle Tweaks gepushed werden können, doch ich möchte sie euch nicht vorenthalten. Leider schneidet das LG G3 hier nicht so gut ab.

Kamera


Das Herzstück des neuen LG G3 ist die 13 Megapixel Kamera mit dem Laser-Autofokus und der OIS+ Bildstabilisierung. Startet man die Kamera wird in nullkommanix per Laser das mögliche Objekt anvisiert und punktgenau fokussiert. Wow. Tagsüber kann man den Laser-Autofokus voll ausfahren, bei Dunkelheit klappt die Scharfstellung perfekt, allerdings hätte die Lichtstärke der verbauten Linsen etwas besser sein können. Bei schnellen Bewegungen, oder einem einfliegenden Objekt von der Seite klappt der Fokus rasend schnell. Zack Zack Bild scharf! . Da gönnt sich die versammelte Konkurrenz doch die ein oder andere Sekunde, Laser ist geil!

Zoomt man allerdings ein bisschen ins Bild rein, sieht man das unschöne Rauschen dann doch. Auch bei einer Nachbearbeitung am Rechner kann man das Rauschen ganz deutlich erkennen. Die Frontkamera kommt zwar ohne dieses Hilfsfokus aus, macht aber auch gute Bilder. Nur bei nächtlichen Aufnahmen stößt sie ganz klar an ihre Grenzen.

Sonstiges.

  • Leider verzichtet LG beim G3 auf eine IP-Zertifizierung, daher sollte man es keinesfalls unter Wassertauchen oder Nass werden lassen.
  • Der 1 Watt Lautsprecher ist laut, richtig laut, allerdings kommen nur die Höhen wirklich aus. Mit fehlt der Bass, den HTC aus seinen Geräten bekommt.
  • Auch ein Infrarot-Sensor ist verbaut, über diese Funktion muss allerdings jeder sein eigenes Bild machen. Leider lassen sich hier fehlenden Funktionen nicht ein lernen, wie es bei anderen Herstellern der Fall ist. Aber: Ich finde diese Fernbedienung per Smartphone eh unnötig.
  • Ehrlich gesagt, ist die Schärfe des Displays zwar grandios – keine Frage – für den mobilen Einsatzzweck mit Blick auf die Akkulaufzeit aber ein bisschen „too much“.
  • Eine wichtige Sache zum Schluss: LG setzt auf massenhaft Scharfzeichner und weiße Ränder um die schwarze Schrift, um es noch schärfer darzustellen. Dies seht ihr am besten, wenn ihr einfach mal die Leiste runterzieht, wenn sich darunter eine Schrift (zb. das Einstellungsmenü) befindet. Tolle Idee,dann aber bisschen besser verstecken.

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Fazit

Das LG G3 besitzt ein richtig fetziges Display mit einer noch nie dagewesenen Schärfe, auch beim Autofokus bleibt mir förmlich der Mund offen. Auch der Lautsprecher weiß zu überzeugen. Nur bei den verbauten Materialien hätte ich mir ein bisschen mehr „Premium“ gewünscht. Für knapp 500 oder 550 Euro bekommt man hier wirklich ein tolles Gerät, auch wenn LG noch etwas ziemlich an der Software arbeiten muss.

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