Der schnelle Tod von Dalvik Der schnelle Tod von Dalvik
Durch eine neue Technik von Google werden Apps ab sofort bis zu 50 Prozent schneller laufen, entsprechende Änderungen sind im AOSP aufgetaucht. Entwickler unter... Der schnelle Tod von Dalvik

Durch eine neue Technik von Google werden Apps ab sofort bis zu 50 Prozent schneller laufen, entsprechende Änderungen sind im AOSP aufgetaucht.

Entwickler unter euch oder Besitzer von ältereren Handys werden Dalvik bzw. den Dalvik Cache bereits kennen. Bei Dalvik Virtual Machine, wie es genau heißt, handelt es sich um die virtuelle Ausführungsumgebung von Android. Die allermeisten Apps für Android sind in der Plattform-unabhängigen Programmiersprache Java geschrieben. Dieser Code muss natürlich noch übersetzt werden, damit Dalvik es auch versteht.

Bislang wurde das beim Starten der App erledigt (Just-in-Time compilation). Die große Neuerung am Nachfolger, ART ist es, dass der Code bereits bei der Installation übersetzt wird. (Ahead-Of-Time) Damit entfällt dieser Schritt nachher, womit die App automatisch schneller ist. Theoretisch ist eine Steigerung von 50 Prozent möglich, in der Praxis ist es leider weniger. Bei Spielen oder Benchmarkes sind es sogar noch weniger, da hier meist die Grafikkarte der Flaschenhals ist und nicht der Prozessor.

Vergleich dalvik, ART und jni
© XDA-Developers

Einen weiteren Nachteil gibt es für Besitzer von Handys mit kleinerem Speicher, Apps benötigen im Durchschnitt 20 Prozent mehr Platz, wie Berechnungen von Android Police zeigen. Um mit der neuen Runtime zu funktionieren, muss jede App dafür vorbereitet sein. Die allermeisten sind das auch, zwei große Ausnahmen stellen derzeit leider noch WhatsApp und das Xposed framework dar. Trotz diesen Nachteilen hat sich Google jetzt dazu entschieden, ART den Vorzug zu geben. Dazu haben sie im AOSP (AndroidOpenSourceProject) zwei Änderungen durchgeführt, wobei die Erste dalvik aus dem Projekt löscht und die Zweite ART als neue Android Runtime aktiviert. Das von Google herausgegebene Android basiert auf das AOSP, wo Änderungen öffentlich nachgesehen werden können. Ob wir bereits mit dem L-Android (4.5 oder 5.0) ART begrüssen dürfen oder nicht, oder noch unklar.

Quelle: AndroidAuthority

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