Handy-Rechnung per Post muss kostenlos sein – SIM-Karten dürfen kein Pfand kosten Handy-Rechnung per Post muss kostenlos sein – SIM-Karten dürfen kein Pfand kosten
Mobilfunkunternehmen dürfen kein Geld mehr für Rechnung per Post verlangen und schon zweimal kein Geld für Sim-Karten-Pfand. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main... Handy-Rechnung per Post muss kostenlos sein – SIM-Karten dürfen kein Pfand kosten

Mobilfunkunternehmen dürfen kein Geld mehr für Rechnung per Post verlangen und schon zweimal kein Geld für Sim-Karten-Pfand. Das hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) gegen einen Mobilfunkanbieter bekanntgegeben.

Wer einen Vertrag hat und die Rechnung per Post bekommt, hat in der Regel einen Aufschlag von 1,50 – 3 Euro pro Rechnung. Dies wird in der Regel immer in den einzelnen Verträgen festgehalten und sollte somit das jeder Kunde wissen. Damit muss jeder Kunde die Rechnung online einsehen „können“. Doch was macht man, wenn man kein Internet zuhause oder auf dem Handy hat? Zähneknirschend bezahlen. Falsch.

Seit einer Zeit lang haben sich die Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv) und die Drillisch Telecom GmbH gestritten und nun hat ein Richter gegen das Unternehmen entschieden, welches ein Entgelt für die Versendung der Rechnung per Post berechnet hat. Das Unternehmen dürfe nicht davon ausgehen, das man sich die Rechnung holt, sondern es liege im Interesse des Unternehmens den Kunden eine Rechnung zu stellen.

Weiter geht das Gerichtsurteil auf eine weitere Abzocke der Industrie ein, und zwar des SIM-Kartenpfands. Manche Unternehmen verlangen am Ende des Vertrags die gebrauchte SIM-Karte zurück, welche von einer Fachfirma entsorgt werden. Wer sie nicht innerhalb einer bestimmten Zeit zurückschickt, bekommt eine Strafe von 29,65 Euro. Auch diese wurde vom Gericht zurückgewiesen.

Das Urteil des OLG Frankfurt am Main vom 9.01.2014 (1 U 26/13) ist noch nicht rechtskräftig. Die Beklagte hat Revision zum Bundesgerichtshof eingelegt. Download des Urteils

Quelle: VZBV

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