HTC One Max – Der Riese mit Alu-Body im Test HTC One Max – Der Riese mit Alu-Body im Test
Das HTC One Max ist mit seinem 5,9 Zoll echt ein riesen Bursche in einem schicken Aluminium-Body. In meinem heutigen Test nehme ich es... HTC One Max – Der Riese mit Alu-Body im Test

Das HTC One Max ist mit seinem 5,9 Zoll echt ein riesen Bursche in einem schicken Aluminium-Body. In meinem heutigen Test nehme ich es ein bisschen in die Mangel und möchte sowohl Schwächen als auch Stärken des neuen Big Players zeigen.

Da ich das HTC One schon seit knapp einem dreiviertel Jahr privat habe, habe ich mich schon an ein großes Display gewöhnt, doch das was HTC hier auf den Markt geworfen hat ist echt der Wahnsinn. Schon beim ersten Auspacken lacht es einen förmlich an, das 5,9 Zoll großes Display das mit FullHD auflöst. Doch schauen wir uns erstmal die technischen Daten des Boliden an .

HTC One Max – Die technischen Daten

  • Display: 5,9 Zoll, 1920 x 1080 Pixel, Super LCD3
  • Prozessor: 1,7-Ghz-Quad-Core, Snapdragon 600, Adreno 320 GPU
  • Speicher: 2 GB RAM, 16 GB internen Speicher (frei verfügbar: 11 GB), per Speicherkarte bis 64 GB erweiterbar
  • Betriebssystem: Android 4.3 mit HTC Sense 5.5
  • Verbindung: WLAN 802.11 sowie GSM, HSPA+ und LTE (800/1800/2600 MHz)
  • Kamera: 4-Megapixel-Hauptkamera (Ultrapixel), 2,1-Megapixel-Frontkamera
  • Akku: 3.300 mAh
  • Größe: 164 x 83 x 10 mm
  • Gewicht: 217 Gramm
  • Besonderheiten: Fingerprint Sensor, NFC, Alu-Gehäuse, Bullige Frontlautsprecher

HTC One Max im Test (6)

Verarbeitung und Gehäuse

Was beim HTC One Max gleich mal ins Auge sticht ist neben dem schon angesprochenen Display mit FullHD-Auflösung auch der fette und gut verarbeitete Aluminium-Body, der auch bei den beiden kleineren Modellen zum Einsatz kommt., aber leider ein paar Schwächen vorzuweisen hat.. Dieser ist hinten nicht komplett aus einen Guss, sondern lässt sich auf der Rückseite öffnen, um die Simkarte und eine Speicherkarte einzulegen. Der Akku ist leider nicht abnehmbar und der Akkudeckel fühl sich zwar hochwertig (Alu) an, aber die Halterungen sind aus Plastik und können ziemlich leicht brechen. Auch befindet sich zwischen der Vorderseite und Rückseite ein Plastikrahmen, der das Alu-Feeling etwas dämpft. Grrr. Die bulligen BoomSound-Lautsprecher auf der Front geben Musik doch recht gut laut und mit etwas Bass wieder, auch wenn sie nicht mehr mit einem Beats-Audio Chip befeuert werden.

Auf der Oberseite haben wir den Kopfhörer Anschluss und den Infrarot-Port, auf der rechten Seite noch die beiden Lautstärke-Wippen und den Power-Knopf. Auf der linken Seite haben wir nur den Öffner um den Akkudeckel auf zumachen. Zu diesem habe ich noch was bei Nachteile geschrieben.

Auf der Rückseite gibts mittig die Ultrapixel-Kamera mit LED-Blitz und darunter mittig den Fingerabdrucksensor der mit ein bisschen Übung sehr gut funktioniert. Darunter das HTC Logo und im unteren rechten Bereich die 3 Pins für eine Docking-Station oder die Akku-Schale.

Unterschied zum normalen HTC One

Im Grunde unterscheidet sich das HTC One zum HTC One Max nur in wenigen Sachen, die ich mal flux aufzählen werden. Leider fehlt hier bei der Kamera der optische Bildstabilisator (OIS), dafür wurde hier aber ein Fingerandrucksensor verbaut, der äußerst präzise reagiert und funktioniert, wenn man ihn korrekt einstellt. Durch den abnehmbaren Akkudeckel, kann man hier auch eine Mirco-SD Karte bis 64 GB einlegen. Die Rundungen sind nicht wie beim HTC One aus abgeschliffenem Aluminium, sondern wie beim HTC One mini aus Plastik.

Das Rot/Schwarze ist das HTC One mit einer dBrand-Folierung, rechts das HTC One S und links das HTC One Max. Hier sieht man die Größe bzw den Größenunterschied schön.

Fingerabdrucksensor

Eines der wichtigen und meist umstrittenen Features ist der Fingerabdrucksensor im HTC One Max. Dieser reagiert nicht wie beim iPhone 5S auf Druck, sondern er reagiert auf zartes streichen. Ich konnte hier bis zu 3 Finger eingeben und sobald ich mit diesen das Gerät entsperrte, führten diese jeweils meine zuvor eingestellte Befehle aus – wie zb. Kamera öffnen mit dem Mittelfinger oder das Gerät entsperren mit dem Zeigefinger. Das klappte in der Praxis – zumindest bei mir in 8 von 10 Versuchen beim ersten Mal . Oft habe ich mich dabei erwischt wie ich zuerst über die Kamera gewischt habe, bevor ich die leichte Umrandung des Sensor gefühlt habe.

Bei längerer Benutzung, habe ich den Sensor links liegen lassen, da es für mich nur ein Feature ist, für das ich keinerlei Verwendung habe. Ich tippe hier schneller mein Passwort ein, als das Gerät etwas anders in die Hand zu nehmen um dann mein Fingerchen an den Sensor zu halten. Wenn ihr ihn verwendet, scannt doch mehrmals von verschiedenen Seite ein, um eine bessere Erkennung zu erhalten. Nur mal so als Tipp.

Bildschirm und Kamera

5,9 Zoll sind riesig, auch wenn man große Hände hat. Doch es löst gestochen scharf auf, ist sehr hell und hat ein stabilen Blickwinkel. Das 5,9 Zoll große Display löst mit 1920×1080 Pixel auf, was „nur“ 373 ppi entspricht. Schwarzwert ist gut und auch die Helligkeit ist für draußen optimal. Es macht wirklich Spaß auf diesem rumzutippen und damit Bilder anzusehen, wobei ich hier meine, das es einen leichten Gelbstich hat. Das sieht man besonders wenn man das HTC One (privat) neben dran legt. Aber das könnte auch am Vorseriengerät oder an einer wärmeren Kalibrierung liegen.

Bei der Kamera gibt es keine wirkliche Überraschungen, diese hat zwar nur 4 Megapixel, doch diese haben es faustdick hinter den Ohren. Auch hier kommt die bekannte Ultrapixel Kamera zum Einsatz, die auch bei Schlechten Lichtverhältnissen sehr gute Bilder macht. Leider verzichtet man hier auf einen optischen Bildstabilitsator, der besonders bei Videos einfach fehlt. Schade. Auch sind hier die Bilder bei Nacht gleich etwas grünlich angehaucht, was aber nur beim direkten Vergleich mit einen ähnlichen starken Gerät auffällt. Bei leichtem Zoom sieht man schon ein leichtes Krieseln, das kenne ich von HTC One und auch vom Lumia 1020 anders. Auch hier leiche Minuspunkte.

Leistung und Software

Beim normalen „durchs Menü schlendern“ zeigt sich zu keinem Zeitpunkt ein Ruckeln oder ein Nachladen der Elemente. Selbst wenn hier nur ein Snapdragon 600 (wie schon beim Schwesterchen One) werkelt, hat dieser doch noch jede Menge Leistungsreserven, auch bei leistungsintensiveren Apps wie zb Spiele. Über dem installierten Android 4.3 finden wir Sense 5.5, die ich persönlich die schönste Herstellereigene UI finde. Mit dabei sind dann der HTC Blinkfeed, Kritzeln und die hauseigenen HTC App, die man leider noch nicht über den Play Store aktualisieren kann. Eine Bedienung mit dem Stift like S Pen ist nicht möglich.

Nett finde ich auch, das man den Snapdragon 600 mit 1,7 Ghz ordentlich einengen muss, bevor ihm die Puste ausgeht. Ich möchte mich zwar nicht auf Benchmarks berufen, jedoch merke ich das beim Zocken: Es hat ordentlich Power unter der Aluhaube. Durch den mit 3300 mAh sehr dicken Akku, kam ich auf knapp über 2 Nutzungstage, wobei ich dann mal am 3.ten morgens zum Frühstück auflade musste. Ich war in der Zeit viel im Netz am surfen, Facebook, Whatsapp, Mails gecheckt und bisschen Spotify. Hier gibts einen Pluspunkt.

HTC One Max im Test (2)

Nachteile

Auch wenn der Akkudeckel aus wertigen Aluminium ist, sind die dafür vorgesehene Rillen im Gehäuse aus Plastik und nutzen sich relativ schnell an, wenn man das Gehäuse öfter aufmacht. Ohne Witz, bei 7 von 10 Mal aufmachen, bekomme ich diesen Deckel nicht wieder eingerastet und muss mit härterem Druck das Gehäuse zudrücken. Wenn mich an der Kiste was nervt, ist es der blöde Deckel. Auch lassen sich so ziemlich schnell Spaltmaße erkennen. Unschön. Generell macht für mich diese Deckelchen keinen Sinn, wenn man den Akku nicht heraus nehmen kann. HTC, das könnt ihr echt besser..

Durch die etwas unhandliche Größe kann man damit zwar Filme richtig schön unterwegs ansehen, wenn man es jedoch in die Hosentasche stecken muss, hört irgendwann der Spaß auf. Ich brauche hier 2 Hände für die Bedienung, doch eines muss man HTC lassen, es liegt durch den abgerundeten Rücken einfach gut in der Hand.

Vorteile

Jetzt habe ich schon ziemlich gemault, da möchte ich eine Kleinigkeit noch loswerden. 16 GB internen Speicher bekommt man bei diesem Gerät vorgesetzt, diesen kann man nicht nur per microSD Karten erweitern, sondern bekommt zudem noch mal fette 50 GB Google Drive Speicher für 2 Jahre geschenkt. Macht also mal eben 65 GB Online Speicher für lau. Jau! Zudem finde ich die generelle Verarbeitung durch eine hochwertige Optik und Lautsprecher schon klasse, auch das Display und die Lautsprecher sind schön anzusehen. Optisch ist jede Hersteller eigene Oberfläche Geschmackssache. Mir gefällts sehr.

Fazit:

Für knapp 600 Euro bekommt man hier ein riesiges Phablet, das eher mäßig verarbeitet ist. Dafür punktet es beim Funktionsumfang durch einen Fingerabdruck, schnellen Prozessor, guten Akku, guten Lautsprechern und einem großen Display.

Habt ihr Fragen zu dem Gerät? Wäre es was für euch? Lasst es mich wissen.. Vielen Dank an HTC, für das Testgerät!

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