Motorola Moto G angetestet und überrascht Motorola Moto G angetestet und überrascht
Das Motorola Moto G ist schon seit ein paar Tagen im Handel und schon in meinen Händen. Ich habe das Moto G mal ein... Motorola Moto G angetestet und überrascht

Das Motorola Moto G ist schon seit ein paar Tagen im Handel und schon in meinen Händen. Ich habe das Moto G mal ein bisschen genauer angesehen.

Mit dem Moto G bringt Motorola ein Smartphone mit tollen technischen Daten und einem sehr guten Preis. Für 170 bekommt man hier ein Gerät mit einer Leistung, die man nur in Geräten um 200-300 Euro findet. Schauen wir uns doch mal das Datenblatt an

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Technische Daten

  • 4,5 Zoll Bildschirmdiagonale, Edge-to-Edge-Display, 1280 x 720 Pixel, 329 ppi
  • Prozessor: Qualcomm Snapdragon 400 MSM8626 Quad-Core A7 1,2 GHz  mit Adreno 305 450 MHz GPU
  • Arbeitsspeicher 1 GB, interner Speicher 8 oder 16 GB (nicht erweiterbar)
  • Quadband UMTS, HSPA+ DL: 21,1 Mbps / UL: 5,76 Mbps (leider kein LTE), WLAN, Bluetooth, GPS
  • 2070 mAh Akku (nicht austauschbar)
  •  Spritzwasserschutz durch Nano-Beschichtung
  • Hauptkamera 5.0 MP, Frontkamera 1.3 MP, Kamerasensor BSI
  • Maße: 129,9 x 65,9 x 6-11,6 mm (HxBxT)
  • Gewicht 143 g
  • Android 4.3 Jelly Bean

Der Lieferumfang ist nicht der Rede wert. Nur das USB-Kabel und Handbücher sind dabei. Es kann sein, das auch ein Ladegerät dabei ist, muss aber nicht. Das tut man mittlerweile um Kosten und Abfall zu sparen.

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Display und Leistung

Man muss schon sagen, das man bei einem 170 Euro kein wirklichen Wert auf Leistung legt, doch hier muss man einfach hin gucken. Das 4,5 Zoll großes Display ist wirklich gut, hell und hat einen guten Schwarzwert. 1280 x 720 sind es hier was 329 ppi auf dem Papier machen, und gut aussehen. Allerdings ist die Leuchtkraft nicht die beste, im Sommer könnte es Schwierigkeiten beim Ablesen geben.

Der Snapdragon 400 werkelt unter anderem im HTC One Mini und im Galaxy S4 mini und ist für seine gute Leistung bekannt. Das man den in ein 170 eher billiges Gerät packt ist hier umso besser. Schon beim durchs Menü sliden fällt auf, das ihm nicht die Puste ausgeht. Auch in Benchmarks steht das Moto G zwischen dem Nexus 4 und dem Samsung Galaxy S3, die schon deutlich mehr kosten. Hier zeigt Google bzw Motorola ganz schön, das man auch sehr gute Leistung für wenig Geld verklopfen kann.

Zum Akku möchte ich noch keine Aussage machen, aber an meinem Testwochenende habe ich ihn zwar einmal aufladen müssen, lag aber daran, das ich nicht nicht mit 40 Prozent aus dem Haus gehe. Ich gehe hier von einer Nutzungsdauer von 7-8 Stunden aus, bei normaler Nutzung sollte er zum Frühstück am nächsten Tag leer sein.

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Haptik und Optik

Schon beim ersten aus der Box nehmen fällt auf, das es zwar aus Plastik ist, sich aber keineswegs schlecht oder billig anfühlt. Wie auch schon andere Smartphones hat auch das Moto G einen kleinen Bauch, wird also zur Mitte auf der Rückseite ein klein wenig dicker. Ansonsten fühlt sich das kleine Schwarze wirklich sehr gut an und ist ein Handschmeichler pur. Von der Optik ist es sehr stark an das Nexus und das Moto X angelehnt.

Hier sieht man ganz klar, das Motorola jetzt unter dem Dach von Google haust. Bis auf die Bootanimation, mit der Weltkugel, der Kamera-App und paar Motorola Dienste ist alles Google Nexus like. Das hat natürlich auch den Vorteil, das Systemupdates schneller auf den Geräten eintreffen.

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Nachteile und Kamera

Natürlich gibt es auch bei jedem Gerät Nachteile, auch beim Moto G, obwohl hier der Preis wirklich grandios ist. Einen Nachteil bei dem Gerät sind die Lautsprecher und die Kamera, die wirklich grottig ist. Schon bei normalen Aufnahmen bei Tageslicht haben wir ein starkes Bildrauschen und schlechte Details in dunklen Bereichen zu finden. Eine 100 Euro Kamera bekommt hier wesentlich bessere Bilder hin, für einfache Schnappschüsse reicht sie jedoch aus. Um so grottiger ist die Frontcam. Details, Schärfe? Fehlanzeigen. Auch schlecht sind die eingebauten Lautsprecher, vorallem bei lauter Musik hören sie sich einfach schlecht an. Bei humanen Tönen und normaler Lautstärke hören sie sich gut an.

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Neutral

Den 8 bzw 16 GB internen Speicher lassen sich durch ein einfaches OTG-Kabel oder die 50 GB Google Drive Speicher erweitern. Bei der 8 GB Variante lassen sich ca 4,7 GB effektiv nutzen, leider lassen sich diese nicht durch eine MicroSD erweiten. Die BenachrichtigungsLED zeigt entgangene Anrufe oder Nachrichten an.

Fazit

Mehr Smartphone bekommt man für unter 200 Euro nicht. Bis auf die Kamera ist es ein Gerät das man empfehlen kann. Sehr gute Verarbeitung, ein schneller Prozessor und eine flotte Software machen aus dem vermeintlichen Billigheimer ein echter Alleskönner für wenig Geld. Ich bin sehr überrascht.

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