Autoren haften bei Huffington Post selbst, Deutscher Journalisten-Verband gibt Warnung raus (Kommentar) Autoren haften bei Huffington Post selbst, Deutscher Journalisten-Verband gibt Warnung raus (Kommentar)
Der Deutsche Journalisten-Verband warnt Autoren davor, Texte in die neue Huffington Post einzustellen, da sie nicht nur kein Geld für die Einträge bekommen, sondern... Autoren haften bei Huffington Post selbst, Deutscher Journalisten-Verband gibt Warnung raus (Kommentar)

Der Deutsche Journalisten-Verband warnt Autoren davor, Texte in die neue Huffington Post einzustellen, da sie nicht nur kein Geld für die Einträge bekommen, sondern auch noch voll haften.

Erst am Donnerstag ist die Deutsche Version der Huffington Post gestartet, vielerorts wurde gelächelt und nun kommt eine dicke Warnung seitens des Deutsche Journalisten-Verband (kurz: DJV) heraus. Diese Warnen davor einen Post einzustellen, da man auf einem „rechtlichen heißen Stuhl“ sitze und „alleinige Verantwortung für jeglichen Schaden“ besitze.

Folgende Zeilen sind aus den Nutzungsbedingungen der HuffPo entnommen:

„Sie bestätigen, dass Sie kein Recht auf Vergütung, Entlohnung oder andere Vorteile in Bezug auf die von Ihnen veröffentlichten Inhalte haben und dies auch nicht erwarten. Die Gegenleistung, die Sie für das Einsenden von Inhalten an unsere Webseite erhalten, ist die Werbung, die Ihre Inhalte dabei und durch unsere weitere, gemäß Klausel 3 dieser Bedingungen lizenzierte Nutzung erhalten.“

„Sie tragen die alleinige Verantwortung für jeglichen Schaden, der uns entsteht, falls Sie schuldhaft gegen unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen verstoßen oder Ihre Zusicherungen und Garantien schuldhaft nicht einhalten: Sie erklären Sich damit einverstanden, uns und unsere verbundenen Unternehmen sowie deren Mitarbeiter, Direktoren, Führungskräfte, Geschäftsführer, Angestellte, Aktionäre, Vertreter und Lizenzgeber von allen Verlusten, Auslagen, Schadenersatzansprüchen und Kosten einschließlich angemessener Anwaltskosten freizustellen und schadlos zu halten, die sich aufgrund Ihres schuldhaften Verstoßes gegen unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen oder gegen Ihre Zusicherungen und Garantien ergeben.“

„Soweit nicht ausdrücklich genehmigt dürfen Sie keinen Teil unserer Webseite und keinen ihrer Inhalte kopieren, reproduzieren, verbreiten, veröffentlichen, in eine Datenbank eingeben, anzeigen, ausführen, ändern, Derivate davon erstellen, übermitteln oder in irgendeiner Art und Weise nutzen (…)“

Zu Deutsch: Man bekomme nicht nur kein Geld für einen Artikel, sondern müsste auch im Falle von rechtlichen Probleme, alleine damit fertig werden und das Gehalt an die Top-Anwälte des reichen Tomorrow-Focus-Verlags bezahlen. Auch bekommt man NICHT das Recht, den eigenen eingestellten Beitrag noch etwas abgeändert auf den eigenen Blog zu übertragen bzw weiter zu veröffentlichen. Die Rechte sollen auch nach dem Tod der eigenen Person noch 70 Jahre (Dauer der gesetzlichen Schutzfrist) bei der HuffPo bleiben.

Persönliche Meinung: Ich finde es unter aller Sau, was sich die Huffington Post aus München hier erlaubt. Man knebelt die vermeintlichen Ghostwriter (damit meine ich Blogger, Redakteuere und welche die sich dafür halten), lässt sie kostenlos exklusive Artikel ausarbeiten und rupft sie danach wie ein Huhn, wenn etwas nicht passt. Ach, man bietet ihnen noch eine Versicherungen für die eigenen Beiträge an, wenn man doch mal gegen die Anwälte des Tomorrow-Focus-Verlags ankämpfen muss. Sowas finde ich unter aller Sau und gehört am liebsten gleich boykottiert. Auf der Seite des DJV finden sich noch viele weitere Zeilen, was sich die Jungs und Mädels dort erlauben..

via DJV

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