Kommentar: Apple löscht iCloud-Mails ohne den Nutzer zu informieren, noch bevor sie zugestellt werden Kommentar: Apple löscht iCloud-Mails ohne den Nutzer zu informieren, noch bevor sie zugestellt werden
Was ich damit sagen möchte: Apple nimmt sich das Recht raus, Emails zu durchforsten, nach bestimmten Filter zu durchsuchen und zu löschen. Alles Eigenhändig,... Kommentar: Apple löscht iCloud-Mails ohne den Nutzer zu informieren, noch bevor sie zugestellt werden

Was ich damit sagen möchte: Apple nimmt sich das Recht raus, Emails zu durchforsten, nach bestimmten Filter zu durchsuchen und zu löschen. Alles Eigenhändig, und ohne den Nutzer zu informieren. Der Empfänger der Nachricht bekommt von dieser Email nichts mit. Fake oder Einzelfall? Nein, tägliches Brot.

Es klingt wie ein Skandal, doch erstmal Butter bei die Fischen und ganz langsam. Ein Drehbuchautor habe ein Manuskript an seinen Regisseur geschickt, welcher die Email bzw die daran angehängt PDF nicht bekommen habe. Hierfür benutzte er den Apple-Dienst iCloud (ehemals MobileMe). Doch egal wie oft er die Email verschickte, die Email kam nicht an, sowohl mit als auch ohne PDF nicht. In seinem Email-Ausgang war alles fein säuberlich aufgelistet. Auch eine weitere Person konnte diesen Fehler reproduzieren, und genau das machten beide stutzig.

Nach einigen Versuchen stellten beide fest, das in der PDF die Worte „barely legal teens“ für die Blockade verantwortlich waren. Diese Worte kommen in PornoSpam-Mails des öfteren vor und werden einfach eiskalt aus zensiert bzw die Email ins Nichts weitergeleitet. Interessant ist es deshalb, da die Email mit samt PDF ankam, wenn diese Worte nicht mehr im Manuskript enthalten waren.

In den Nutzungsbedingungen von iCloud heißt es (Wörter von mir markiert):

„Apple behält sich […] das Recht vor, jederzeit zu überprüfen, ob Inhalte angemessen sind […], und kann ohne vorherige Ankündigung und in seinem alleinigen Ermessen Inhalte jederzeit vorab sichten, verschieben, ablehnen, modifizieren und/oder entfernen, wenn diese Inhalte […] Vereinbarung verletzen oder in sonstiger Weise anstößig sind.“

Apple selbst gibt zudem noch auf ihrer Supportseite an:

„Zur Verringerung von Spam verwendet iCloud Mechanismen wie Trendanalysen, dynamische Listen und Inhaltsfilter, um automatisch Spam-E-Mails zu erkennen und zu blockieren, ehe sie Ihren Posteingang erreichen.“

Eigentlich möchte Apple hiermit Spam direkt an der Wurzel treffen und nicht zustellen, doch das sieht für mich eher nach einem eiskalten Durchsuchen sämtlicher über iCloud zugestellten Nachrichten oder PDFs vor. Wenn man sich jetzt vorstellt, das man damit wohl nicht alleine ist und viele Bücher auch ein paar schmutzige Worte enthalten könnten, könnte man sich in etwa ausmalen was hier für ein immensen finanziellen Schaden entstehen könnte. Apple redet sich hier fein raus und gibt dem Wall Street Journal Deutschland gegenüber an, dass es manchmal vorkomme, dass der Spam-Filter „normale“ E-Mails abfange. Und: „Sollte ein Kunde der Ansicht sein, dass eine Nachricht fälschlicherweise blockiert wurde, so bitten wir ihn, sich an den Kundendienst von Apple zu wenden.“

Ich sehe das von außen sehr skeptisch und würde diesem Dienst eine glatte Schulnoten 6 geben. Apple? Setzen, 6!

Quelle: t3n, ifun

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