Die App „Radioaktivitäts Zähler“ verspricht aus jedem Android-Handy einen funktionierenden Geigerzähler zu machen. Ein zusätzliches Gerät ist nicht erforderlich, da sich die App die...

Die App „Radioaktivitäts Zähler“ verspricht aus jedem Android-Handy einen funktionierenden Geigerzähler zu machen. Ein zusätzliches Gerät ist nicht erforderlich, da sich die App die Kamera des Handys zu nutzen macht, um radioaktive Strahlung zu messen. Die Kamera muss dazu nur mit einem schwarzen Klebeband oder besser Panzertape abgedeckt werden.

Entwickelt wurde die App von Rolf-Dieter Klein in Zusammenarbeit mit dem Helmholtz-Zentrum München.

Jeder Kamerasensor reagiert auf Strahlung“, erklärt Klein im Gespräch. „Normales Licht sind Photonen, Gammastrahlen sind Photonen mit erhöhtem Energiegehalt. Klebt man nun die Linse der Handykamera ab, so werden diese trotzdem registriert, da sie die Abdeckung durchschlagen.“ Die größten technischen Hürden, mit der die Entwickler zu kämpfen haben, sind das Grundrauschen der Chips und integrierte Bildverbesserungsmechanismen.

„Doch auch im Alltag lassen sich mit Radioaktivität interessante Experimente durchführen“. So empfiehlt Klein beispielsweise alte Radium-Wecker, Uranglas-Vasen oder alte Kameras mit Thorium-Linsen beim nächsten Ausflug in den heimischen Speicher unter die Lupe zu nehmen. „Auch ein Scan des eigenen Essens könnte die eine oder andere Überraschung liefern. Ebenso interessant sollen die Prüfergebnisse auf Interkontinentalflügen sein“, so Klein

Rolf-Dieter Klein stellt die Funktionsweise in einem Video vor. Wenn auch nur in einem Schulenglisch, was man sehr deutlich raushört. Aber es ist trotzdem sehr interessant zu was man die Kamera noch alles verwenden kann.